Was war los?

Über einen Monat habe ich keinen Beitrag mehr verfasst. Doch ich hatte auch ziemlich viel zu tun und leider nicht viel Zeit, Blogeinträge zu verfassen.

Am 2. März ist mein Freund aus Deutschland nach Costa Rica gekommen, um mich zu besuchen. Zusammen sind wir für drei Wochen durch das wunderschöne, kleine Land gereist und haben unsere Zweisamkeit genossen- da wollte ich bewusst eine kleine Pause vom Bloggen einlegen. Wir besuchten Tortuguero, Cahuita, La Fortuna und natürlich San José, bevor wir dann am 12. März zum Freiwilligenprojekt La Tortuga Feliz gefahren sind, um dort für eine Woche bei der Rettung von Schildkröten zu helfen. Dort hatten wir weder Handyempfang, noch Wlan und haben unglaubliche Erfahrungen gemacht! Bald werde ich ausführlichere Posts darüber und auch über die Orte, die wir außerdem besucht haben, veröffentlichen.

Leider begann die Corona Krise, während wir ahnungslos auf der Insel im Projekt arbeiteten, zu eskalieren. Ländergrenzen wurden geschlossen, Ausgangssperren errichtet und meine Freunde und Familie hatten versucht, mich zu erreichen. Also musste ich schweren Herzens das Projekt verlassen, um mich in San José mit meinen Lieben beraten zu können, wie es weitergehen sollte.

Seit fast zwei Wochen bin ich nun tatsächlich zuhause, in Deutschland. Am Samstag, dem 21. März bin ich über die USA nach Frankfurt geflogen- dabei hatte ich großes Glück, dass mein Flug nicht gestrichen wurde!

So schade es auch ist, so traurig ich darüber war, meine zweite Heimat so überstürzt zurückzulassen, es war unter den aktuellen Umständen das Beste. Ins Hostel werden bald schon keine Gäste mehr reisen, dann hätte ich keine Arbeit mehr gehabt. Falls auch in Costa Rica eine Ausgangssperre verhängt würde oder ich krank würde, wäre ich allein und hätte vielleicht sogar keine Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt nach Deutschland zu reisen- schließlich ist der Verlauf der Krise wirklich schwer einzuschätzen!

Aber, mir geht es gut und bin bei meiner Familie- das ist schließlich die Hauptsache.

Ich hoffe, auch euch geht es gut und ihr lasst euch von der aktuellen Situation nicht unterkriegen!

¡Hasta muy pronto!

Theresa

Granada, te amo -Part 4

Nach dem Frühstück beschließen Diego und ich, eine weitere, vom Hostel angebotene, Tour zu machen: Kayaken auf dem Nicaraguasee!

Wir werden von einem Fahrer am Hostel abgeholt und zu einer Stelle am See gebracht, wo wir auf unseren Guide und die Kayaks treffen. Der Guide gibt uns Schwimmwesten und prompt geht es los- Diego und ich sind ganz allein mit dem Guide. Wir rudern (oder wie auch immer der Fachbegriff beim Kayaken heißt) um und zwischen den vielen, kleinen Inseln herum und erfahren dabei viel über die Flora, Fauna und die Leute, die auf der Insel leben.

Die Bilder sind mit einer Go Pro aufgenommen und dementsprechend qualitativ nicht ideal.

Je weiter man aufs offene Wasser herausfährt, desto mehr Luxushäuser sind auf den Inseln zu sehen. Diese Inseln gehören reichen Ausländern, die hier ihre Ferienhäuschen gebaut haben. Die Inseln nahe des Festlands gehören jedoch vermehrt armen oder ärmeren Einheimischen, die die Inseln schon seit Generationen besitzen. Sie leben in Wellblechhütten, haben aber in der Regel Zugriff auf Elektrizität.

Im See sind mehr als 400 Inseln zu finden und jede Menge Tierarten; als vielleicht gefährlichste der Bullenhai. Den bekommen wir heute zum Glück aber nicht zu Gesicht, dafür aber unzählige Vögel und einige schaulustige Affen. An einer verlassenen Insel halten wir an und steigen kurz aus, um uns umzuschauen. Auch hier treffen wir einen Affen, der sich ganz schön nah an uns heran wagt.

Nachdem wir ein Stückchen weiter gefahren sind, sehen wir auf einer weiteren Insel die Fortaleza San Pablo, eine spanische Festung, die 1789 gebaut wurde, um Granada vor Piraten zu schützen. Wir gehen nicht an Land, aber wir bekommen von einer Verkäuferin, die vor der Sehenswürdigkeit Snacks verkauft, eine Pipa, eine aufgehackte Kokosnuss mit Strohalm, aus der man das Kokoswasser trinken kann. So paddeln wir also langsam zurück und ich muss sagen, nach über zwei Stunden im Kayak fühlen sich meine Arme doch ziemlich schwer und erschöpft an.

Wir verabschieden uns von unserem Guide und werden zurück ans Hostel gebracht. Die Kayak Tour, die drei Stunden ging, hat uns, mit Transport und Privatem Guide, insgesamt nur $16 pro Person gekostet!

Nachdem wir uns kurz ausgeruht haben, packen wir unsere Taschen und schlendern erneut durch die Stadt. Wir kaufen uns im Parque Central Souvenirs und laufen zum See, um dort schwimmen zu gehen. Als wir eine Stelle finden, an der es erlaubt ist, schwimmen zu gehen, sind wir allerdings beide sehr enttäuscht. Das Wasser ist ziemlich dreckig, überall sieht man Plastik herumschwimmen.

Also halten wir nur kurz die Füße ins Wasser, genießen die letzten Sonnenstrahlen und als unsere Mägen immer lauter knurren, machen wir uns auf den Weg, um an unserem letzten Abend nochmals essen zu gehen. Während wir auf unser Essen warten, tanzen ein paar Jugendliche auf der Suche nach Trinkgeld Breakdance und sind wirklich richtig gut!

Das Essen ist gut, unsere Unterhaltung noch besser und ich will gar nicht daran denken, am nächsten Tag schon wieder zurück nach San José fahren zu müssen. Als wir durch die angenehme Abendluft zurück zum Hostel schlendern, sehen wir auf der Bühne auf der Plaza Central noch einen traditionellen Tanz.

Diego und ich wollen beide nicht mehr viel unternehmen und entschließen uns dazu, Scrabble zu spielen, aber auf unsere Weise: spanische, deutsche und englische Wörter sind erlaubt!

So klingt unser Abend und unser kleiner Kurzurlaub schön gemütlich aus. Nicaragua hat mir wirklich gut gefallen und ich finde es sehr schade, dass ich nicht mehr Zeit habe oder hatte, um das Land näher kennenzulernen.

Bevor ich diesen Post beende, möchte ich aber noch auf unser Hostel eingehen. Es heißt De Boca En Boca und ich kann es sehr empfehlen, hauptsächlich für Backpacker mit nicht allzu dickem Geldbeutel. Wir haben pro Nacht pro Person im 6 Betten Schlafsaal ca 7€ bezahlt, inklusive Frühstück. Für das Frühstück wird Pancake Teig bereitgestellt, den man sich aber noch selbst backen muss. Das klappt auch ganz gut, dazu gibt es Bananen und Sirup. Ansonsten ist das Hostel sehr schön und grün und wir haben sehr nette Leuze getroffen. Außerdem haben mir die zentrale Lage und das breite Tourangebot sehr gut gefallen.

¡Hasta la próxima vez!

Theresa

Granada, te amo -Part 3

Mittwoch, 12. Februar, Nachmittags

Nach unserem leckeren Mittagessen gehen Diego und ich zurück Richtung Hostel, da wir an einer Free Walking Tour teilnehmen wollen, die dort beginnt. Solche Touren sind, wie der Name sagt, prinzipiell umsonst, ein Trinkgeld ist allerdings sehr erwünscht.

Die Tour führt uns an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei, die wir schon gesehen haben, aber es sind auch einige neue dabei. Außerdem erfahren wir viele Fakten und Neues über die Geschichte der Stadt. Wir kommen an dem ehemaligen Haus William Walkers vorbei, der Mitte des 19. Jahrhunderts versuchte, mehrere Staaten Mittelamerikas zu erobern und kurzzeitig sogar Präsident Nicaraguas war. Im Parque Xalteva stehen viele Säulen und Ruinen herum, die fast an solche der alten Römer erinnern. Auf der anderen Straßenseite des Parks steht eine weitere hübsche Kirche im Kolonialstil, die Iglesia Xalteva.

Das Haus William Walkers
La Iglesia Xalteva
El Parque Xalteva

Nach ca einer Stunde ist die Free Walking Tour beendet und der Guide bekommt sein verdientes Trinkgeld. Wir sind durch die Sonne und Hitze ziemlich erschöpft und wollen uns erstmal im Hostel ausruhen.

Um 5 Uhr werden wir dann am Hostel für unsere nächste Tour abgeholt, auf die ich mich wirklich sehr freue: wir fahren zum Vulkan Masaya. Zwar habe ich schon einige Vulkane gesehen in meiner Zeit hier, aber dieser Vulkan ist noch aktiv und man soll Lava im Krater sehen können, das ist für mich neu.

Wir fahren also ca eine halbe Stunde zum Nationalpark, in dem der Volcán Masaya liegt und je länger wir fahren, desto tiefer sinkt die Sonne und desto röter wird der Himmel. Im Nationalpark müssen wir in einer Autoschlange warten, bis wir an der Reihe sind- jeder Besucher, bzw. Jede Besuchergruppe hat nämlich nur einen gewissen Zeitslot, in dem sie in der Nähe des Kraters sein dürfen.

Als wir aber endlich oben sind, bin ich schon beim Aussteigen absolut sprachlos von der Schönheit, die sich uns bietet. Der Vulkan hat wohl mehrere, kleine Krater. Der, in den wir hineinschauen können, ist sehr tief und in ihm sieht man tatsächlich Lava brodeln. Ich habe noch nie zuvor Lava gesehen und bin sehr begeistert darüber, das jetzt von meiner Bucketlist abhaken zu können. Der Berg hinter dem Krater erleuchtet feuerrot, der Rauch steigt dunkel und beißend aus dem Krater hervor und bringt mich mehrmals zum Husten. Je dunkler die Umgebung wird, desto besser kann man die Lava erkennen.

Auch wenn es sonst nicht viel zu sehen gibt, bin ich trotzdem einfach vom Anblick der Lava gefesselt.

Leider darf jede Gruppe nur eine bestimmt Zeit lang auf dem Vulkan verbringen, also müssen wir viel zu früh schon wieder ins Auto steigen.

Wieder im Hostel angekommen sind wir wirklich sehr müde vom Tag, aber trotzdem gehen Diego und ich noch aus, um essen zu gehen. Das weckt mich auch tatsächlich wieder ein wenig auf, sodass wir, als wir zurück im Hostel sind, noch ein paar Partien Billard spielen mit dem Deutschen, den wir heute Morgen beim Frühstück kennengelernt hatten.

Es war ein wirklich sehr ereignisreicher und spannender Tag und ich freue mich schon auf den nächsten!

¡Chao!

Theresa

Granada, te amo – Part 2

Mittwoch, 12. Februar

Da es in Granada sehr heiß ist, ist an Ausschlafen leider nicht zu denken- aber immerhin wollen wir ja auch die Stadt erkunden, also ist das gar nicht so schlimm. Diego und ich frühstücken im Hostel Pancakes und treffen dabei auf einen deutschen Studenten, der ebenfalls durch Mittelamerika reist. Mit ihm unterhalten wir uns und er empfiehlt uns ein paar Touren, die wir unbedingt machen sollen.

Nach einer erfrischenden Dusche erkunden Diego und ich zunächst die Stadt auf eigene Faust. Unser Hostel liegt direkt neben der alten Kirche la Merced, die 1534 erbaut und deren Fassade von Piraten beschädigt wurde. Man kann für $1 auf den Glockenturm steigen und dort eine atemberaubende Aussicht auf ganz Granada und, vor allem, die wunderschöne Kathedrale genießen.

Im Hintergrund kann man ganz leicht den Nicaraguasee erkennen

Dann schlendern wir weiter Richtung Innenstadt, über den Parque Central und in die Kathedrale. Auch von innen gefällt sie mir sehr gut, besonders die Deckengemälde mag ich, auch wenn sie teilweise unvollständig sind.

Links der Kathedrale biegen wir in die Straße la calzada, in der wir gestern zu Abend gegessen haben, denn wenn man diese bis zum Ende durchgeht, kommt man zum Lago Cocibolca (auch: El gran lago de Nicaragua), dem größten See Nicaraguas und sogar ganz Zentralamerikas. Die Promenade dort ist sehr schön hergerichtet und es macht Spaß, am Ufer entlang zu schlendern.

Auf dem Rückweg hat man erneut einen tollen Blick auf die Kathedrale. Außerdem sehen wir, neben den vielen kolonialen Häusern, auch viele Einheimische, die auf ihren Wagen, vor die Pferde oder Esel gespannt sind, alle möglichen Materialien oder Lebensmittel transportieren.

Bevor wir uns auf die Suche nach einem leckeren Mittagessen machen, machen wir noch einen kleinen Abstecher auf die Calle Atravesada, die Straße, die Granada von Norden bis Süden einmal durchkreuzt und auf der man zum Markt, dem Mercado Municipal, kommt. Zunächst ähnelt er dem Markt in San José, doch Diego und ich wagen uns immer tiefer ins Innere. Bald schon sind wir die einzigen Touristen, man starrt uns an. Die Stände sehen selbst zusammengebastelt aus und man findet wirklich alles- über Kleidung, CDs, Früchte, Fahrräder, Fisch und Fleisch, das sicher schon Stunden in der unnachgiebigen Sonne liegt- wirklich alles. Je mehr wir in die Mitte des Marktes gehen, desto dunkler wird es, da wir uns nun in einer Art hatte befinden. Der Boden ist nass und dreckig, die Luft stickig und stinkig. Plötzlich rutsche ich mit dem Fuß in ein Loch, das ich zu spät bemerke und das nur notdürftig mit ein paar Metallstreben abgedeckt ist. Ich falle fast in die Melonen des Standes vor mir und erschrecke mich ganz schön, doch bis auf ein leicht aufgeschlagenes Schienbein passiert mir nichts. Solche Löcher, die aus dem Nichts auftauchen, bin ich schon aus Costa Rica gewöhnt. Diego und ich müssen ganz schön herumirren, um den Ausgang wieder zu finden. Wir kommen auf einer anderen Straße hinaus, als wir hinein gekommen sind und auch hier ist das wirkliche, ungeschmückte Nicaragua gut zu sehen. Kleine Kinder spielen im Dreck, Männer schleppen Säcke mit Reis, es fahren kaum Autos. Auch wenn meine Beschreibung das vielleicht nicht suggeriert, bin ich absolut begeistert und beeindruckt von dem Markt. Genau so habe ich mir einen Markt in Nicaragua vorgestellt und solch eine Erfahrung ist mir viel lieber als das herausgeputzte Granada, das Touristen zwischen den Sehenswürdigkeiten erleben.

Um mein Bein zu entlasten, unseren Hunger zu stillen und uns im Schatten ausruhen zu können, essen wir in dem Lokal La Frontera leckere Burger- sehr empfehlenswert. Was mir außerdem sehr gut gefällt an Granada ist der Innenhof, der in fast jedem Gebäude zu finden ist. In La Frontera ist er gefüllt mit Pflanzen. Zudem lassen viele Bewohner der Stadt ihre Türen zur Straße hin einfach offen, setzen sich an die geöffnete Türe, quatschen mit Freunden oder beobachten das rege Treiben auf den Straßen.

Haus im Kolonialstil mit Innenhof

Ein wenig erinnert mich Granda an die ebenfalls koloniale Stadt Antigua in Guatemala, nur erscheint mir Granada teilweise schöner herausgeputzt- die Straßen sind zum Beispiel breiter und geteert- und weniger touristisch, was wohl leider noch eine Folge der politischen Unruhen im Jahr 2018 ist.

Weil ich an diesem Tag so viel erlebt habe und der Blogpost dementsprechend sehr lang würde, wird der zweite Teil dieses Tages im nächsten Post erst zu lesen sein.

¡Hasta mañana!

Theresa

Granada, te amo -Part 1

Dienstag, 11. Februar

Da ich schon fast ein halbes Jahr in Costa Rica bin, wird es mal wieder Zeit, mein Visum zu erneuern und ein paar Tage Urlaub zu nehmen. Um etwas Neues kennenzulernen, entscheide ich mich dieses Mal, nach Granada in Nicaragua zu reisen. Mein Tico-Freund Diego entschließt, mich zu begleiten, da er auch ein paar Tage frei hat- auch wenn er nicht ausreisen muss.

Wir fahren also um 12:30 Uhr in San José mit dem TicaBus los und kommen ziemlich gut durch. Auch an der Grenze verläuft alles reibungslos und da wir auf den ursprünglich geplanten Restaurant Stopp verzichten, kommen wir sogar schon um 20 Uhr in Granada an.

Diego und ich laufen ca 10 Minuten zu unserem Hostel, dass sich de Boca en Boca nennt und nicht weit vom Parque Central entfernt ist. Nachdem wir also eingecheckt und uns ein wenig frisch gemacht haben, machen wir uns auch direkt auf den Weg dorthin.

Schon nach ein paar Minuten hat mich Granada in seinen Bann gezogen. Die Kolonialstadt mit ihren farbenfrohen, alten Häusern, der majestätischen Kathedrale und der entspannten Atmosphäre hat ihren ganz eigenen Charme. Die Abendluft ist immer noch sehr warm und es geht ein laues Lüftchen- ein perfekter Sommerabend in der perfekten Stadt. Granada wird wohl nicht umsonst das Paris Zentralamerikas genannt.

Auf der Plaza Central ist eine Bühne aufgebaut, auf der eine Salsa Band spielt. Davor haben sich Touristen sowie Einheimische eingefunden, um, mit einem Bier in der Hand, das Tanzbein zu schwingen. Es scheint wirklich jeder Salsa tanzen zu können, und die Touristen, die es nicht können, bewegen sich einfach so im Takt der Musik.

Nach einer kleinen Weile biegen Diego und ich in die Straße rechts der alten Kathedrale, die gesäumt ist von Lokalen, Blumen und Lichterketten. Die Salsa Musik verklingt, dafür mischen sich neue Klänge, als wir an vielen Restaurants und Bars vorbeischlendern. Schließlich lassen wir uns in einem Lokal nieder und bestellen Toña, das Bier Nicaraguas, und eine Kleinigkeit zu essen. Prompt sind wir begeistert von den Preisen, die im Vergleich zu costa-ricanischen Verhältnissen sensationell niedrig sind. Ich esse einen leckeren Salat mit Hähnchenstreifen, Diego und ich genießen unseren ersten Abend nach der langen Fahrt und planen schon, was wir am nächsten Tag unternehmen wollen.

¡Hasta pronto!

Theresa

Das Turtle Saving Hostel

Seit Dezember wohne und arbeite ich jetzt schon im Turtle Saving Hostel in San José, Costa Rica und heute möchte ich es euch ein wenig näher vorstellen.

Es liegt im Barrio Escalante, dem schönsten und sichersten Stadtteil San Josés. Hier gibt es viele Wohnhäuser, Bars und Restaurants und grade Freitagabends ist eine Menge los auf den Straßen.

Das Hostel ist sehr klein. Wir haben einen Schlafsaal mit vier Hochbetten, zwei Doppelzimmer und ein Zimmer mit zwei einzelnen Betten darin. Insgesamt finden also vierzehn Gäste im Hostel Platz. Es gibt einen Gemeinschaftsbereich im Haus und einen draußen auf der Terrasse bzw im Hof, je nach dem, wie man es nennen will. Das Frühstück ist im Übernachtungspreis inbegriffen, außerdem können Gäste einen Gästekühlschrank und eine Mikrowelle benutzten, haben aber keinen Zugang zur Küche.

Der Inhaber und einzige permanente Mitarbeiter des Hostels heißt Robert. Er kommt aus Wales, wohnt seit 16 Jahren in Costa Rica, leitet seit einigen Jahren das Hostel und ist außerdem Vorsitzender der La Tortuga Feliz Foundation, also des Frewilligenprojekts, das mit dem Hostel verknüpft ist. Er wohnt auch im Hostel in einem eigenen Zimmer und ist mein Chef, sozusagen. Er ist aber ein wirklich netter und herzensguter Mensch, ich arbeite nicht nur sehr gern mit ihm, sondern oft unterhalten wir uns auch einfach so Stundenlang.

Was hat es eigentlich mit dem Namen des Hostels und dem Freiwilligenprojekt auf sich? Robert hat vor vielen Jahren mit zwei weiteren Männern, die leider beide mittlerweile verstorben sind, das Projekt La Tortuga Feliz (übersetzt: die glückliche Schildkröte) gegründet. Das ist eine nicht gewinnorientierte Organisation, die Schildkröten schützt vor Umweltverschmutzung, Fischernetzen und Wilderern, die die Eier der Tiere stehlen, um sie teuer zu verkaufen. Das Projekt ist auf einer kleinen Insel in der Nähe von Batán (zwischen Tortuguero und Limón) an der Karibikküste Costa Ricas stationiert. Auf dieser Insel leben auch Einheimische, die durch die Freiwilligen aufgeklärt werden über Naturschutz etc. und die auch ins Projekt eingebunden werden, um ihnen eine Alternative zum Wildern zu geben. Wenn ihr mehr über das Projekt erfahren oder selbst als Freiwillige(r) helfen möchtet, verlinke ich euch hier die Website.

Das Hostel in San José ist als eine Art Start- und Endpunkt für die Freiwilligen gedacht, sodass sie bei ihrer Ankunft in Costa Rica einen Ort haben, an dem sie direkt mit dem Projekt und den anderen Freiwilligen vertraut werden können. Von dort aus fahren sie dann auch gemeinsam zum Projektstandort, denn ganz so einfach ist das nicht!

Natürlich kann man auch als normaler Gast im Hostel übernachten, ohne ein Freiwilliger zu sein. Darauf ist das Hostel sogar angewiesen, schließlich ist nur von März bis September Turtle-Saison! Trotzdem werden bei jeder Übernachtung 20% des Preises an das Schildkröten Projekt gespendet- eine gute Sache, also!

Insgesamt ist das Hostel ruhig, schön und sehr sauber- ich fühle mich wirklich wohl hier. Immerhin spricht die Tatsache, dass ich statt den anfänglich geplanten 6 Wochen am Ende 14 Wochen hier gearbeitet und gelebt haben werde, für sich.

Also, falls Jemand noch eine Unterkunft in San José braucht, schaut vorbei!

¡Qué les vaya muy bien!

Theresa

Krokodile, Hitzeschlag und Taxi-Abenteuer

Es ist Sonntag, der 26. Januar, halb fünf Uhr morgens. Der Wecker reißt uns sehr unsanft aus dem Schlaf. Ich habe mit zwei Freundinnen, Alicia und Linea, übernachtet und nach einem gemütlichen Mädelsabend nicht ganz so viel Schlaf bekommen. Außerdem wollen wir heute an den Strand fahren, deswegen stehen wir schon zu dieser unmenschlichen Uhrzeit auf.

Wie das bei drei Mädchen so üblich ist, müssen wir uns ganz schön beeilen, um rechtzeitig fertig zu sein, aber wir schaffen es wie geplant, um 6 Uhr morgens im Bus Richtung Jacó zu sitzen. Dort treffen wir auch noch zwei weitere Freunde.

Ich nutze die Busfahrt hauptsächlich dazu, Schlaf nachzuholen, doch als wir den Fluss Río Tarcoles überqueren, können wir tatsächlich einige Krokodile entdecken, die dort in freier Wildbahn leben.

In Jacó angekommen, rufen wir uns zwei Uber, um ein Stück weiter zum Playa Hermosa (Übersetzt: schöner Strand) zu fahren. Der Strand ist wirklich sehr schön, um einiges schöner als der direkt in Jacó. Das liegt wohl auch daran, dass Jacó mittlerweile schon eine kleine Stadt ist mit einigen Hochhäusern und Hotels, die direkt am Strand in den Himmel aufragen. Der Playa Hermosa ist dafür eher naturbelassen.

Wir springen auch direkt ins Wasser, da die Hitze wirklich unerträglich ist. Das Meer ist schön erfrischend und wir toben und schmeißen uns in die Wellen, als wären wir kleine Kinder – vielleicht macht uns die Sonne auch einfach ein wenig verrückt. Es gibt leider keinen Schatten am Strand und so werden wir langsam immer ausgetrockneter und röter, aber nach ein paar Stunden laufen wir ein paar Meter auf die Straße, um uns dort am Straßenrand unter einen schattenspendenden Baum zu setzen. Dort sehen wir auch zwei wilde Papageien, aber leider gelingt es uns nicht, ein gutes Bild zu schießen.

Gegen Nachmittag gehen wir in ein Strandcafé in der Nähe, weil wir dringend etwas Kaltes zu trinken brauchen. Danach versuchen wir, uns zwei Uber zu rufen, um zurück nach Jacó fahren zu können. Wir brauchen zwei, weil wir zu fünft sind und in normalen Uber nur vier Fahrgäste mitfahren können. Seltsamerweise ist zu diesem Zeitpunkt nur eins verfügbar, aber wir wären nicht in Costa Rica, wenn der Uber Fahrer uns nicht trotzdem alle fünf mitnehmen würde.

Leider haben wir wirklich Pech und fahren nach ein paar Minuten auf eine Polizeikontrolle zu! Nicht nur sind wir zu viele Personen im Auto, sondern Uber ist in Costa Rica auch nicht zu hundert Prozent legal, deswegen hält der Uber Fahrer schnell auf einem Parkplatz vor der Kontrolle an. Langsam steigen wir unauffällig einer nach dem anderen aus, damit nicht auffällt, dass wir zu viele waren. Dann laufe ich mit Linea zu Fuß am der Kontrolle vorbei zu einem Aussichtspunkt, der zufällig in der Nähe ist, und tun so, als wären wir nur deswegen hier.

Der Aussichtspunkt

Die anderen fahren währenddessen an der Polizei vorbei, werden aber vorbei gewunken und nicht kontrolliert, anscheinend wurde nach etwas Anderem gesucht. Weiter geht also die abenteuerliche und etwas enge Fahrt und ich glaube, dem Uber Fahrer fallen zehn Steine vom Herzen, als wir in Jacó sind und aussteigen. Natürlich bekommt er ein angemessenes Trinkgeld und wir machen uns anschließend auf die Suche nach Essen. Nachdem wir uns eine Pizza bestellt und sie uns im Stadtpark geteilt haben, machen wir uns schon auf dem Weg zum Bus, um zurück nach San José zu fahren.

Der Bus fährt um sechs Uhr ab, aber leider ist so viel Stau, dass wir statt nach zwei erst nach sechs Stunden in San José ankommen. Trotzdem lassen wir uns unsere gute Laune nicht verderben, schließlich hatten wir einen sehr schönen Strandtag!

¡Hasta luego!

Theresa

Interessante Fakten über Costa Rica und die Ticos

Haus

  • Man wäscht Klamotten und spült Geschirr meistens mit kaltem Wasser
  • Niemand besitzt eine Spülmaschine
  • Die wohlhabenderen Familien haben aber eine Haushaltshilfe, die putzt, spült, oft auch kocht und fast jeden Tag der Woche kommt
  • Diese Haushaltshilfen und viele (Saison-) Arbeiter kommen aus Nicaragua
  • Es gibt viele Condominios (Gated Communities), also Wohnbereiche, die mit Toren und Mauern umgeben und von zusätzlichen Wächtern bewacht und abgesichert werden. Innerhalb der Condominios kann man sich aber frei und sicher bewegen
  • Auch ansonsten sind die meisten Häuser mit Toren und Gittern zur Straße hin doppelt abgesichert

Verkehr

  • Busfahren ist unheimlich günstig: innerhalb San Josés bezahlt man selten mehr als umgerechnet einen Euro. Von dem Ort meiner Gastfamilie aus ins Zentrum habe ich bei normalem Verkehr ca. 45 Minuten gebraucht und dafür 75 Cent bezahlt.
  • Autofahren ist hier jedoch sehr chaotisch und oft aggressiv
  • Es gibt nur sehr wenige Zugverbindungen
  • Die, die es gibt, sind zwar nicht modern und nicht immer sauber, dafür aber sehr billig: als ich mit Freunden von Heredia nach San José gefahren bin, dauerte die Fahrt etwa eine halbe Stunde und kostete ganze 420 Colones, das sind nicht mal 70 Cent.
  • Da es kaum Schranken gibt, die Gleise aber trotzdem über Straßen führen oder diese kreuzen, hupen die Züge einfach dauerhaft sehr laut, damit man gewarnt ist, dass gleich ein Zug kommt und man aus dem Weg geht oder fährt.
  • Uber (eine Art billige Taxi-App) ist zwar nicht ganz legal, aber jeder benutzt es dauernd
  • Theoretisch gibt es zwar wenige Fahrschulen, praktisch werden sie aber nicht benutzt. Man bringt sich stattdessen das Fahren selbst bei oder bekommt es von den Eltern gezeigt und zum Üben wird im normalen Straßenverkehr gefahren. Das ist nicht nur so üblich, sondern auch legal und auch wenn man dafür offiziell eine Genehmigung braucht, nimmt man es auch damit nicht so genau. Eine Prüfung muss man aber trotz allem bestehen, um seinen Führerschein zu bekommen.
  • Es gibt eine Autobahnmaut
  • Jeder Autofahrer bekommt einen Tag der Woche zugewiesen, an dem er nicht mit dem Auto durch das Zentrum San Josés fahren darf. Das dient zum einen der Umwelt, zum anderen der Entlastung des Verkehrs. (Dass das allerdings so strickt kontrolliert wird, bezweifele ich fast.)
  • Für Deutsche undenkbar: in Costa Rica darf man zwischen zehn Uhr abends und fünf Uhr morgens über rote Ampeln fahren. Ausgenommen sind jedoch Fußgängerüberwege.

Schule

  • Der Kindergarten wird hier tatsächlich auch el kindergarten oder (häufiger) el kínder genannt
  • Zur Schule nehmen Kinder eine kleine, separate Tasche mit, in der sie ihr Pausenbrot bzw Mittagessen verstauen. Die Taschen sehen aus wie ein extra kleiner Schulranzen. Einige Erwachsene machen das auch später noch im Berufsleben.
  • Schüler tragen Schuluniformen
  • Die großen Sommerferien sind über Weihnachten und dauern acht bis zehn Wochen. Das neue Schuljahr beginnt also mehr oder weniger mit dem Kalenderjahr.

Sonstiges und Kultur

  • Man hört hauptsächlich música latina, also lateinamerikanische Musik. Bei jungen Leuten ist vor allem Reaggetón sehr beliebt.
  • Viele Ticos denken, Deutschland bestehe aus einem riesigen Oktoberfest
  • Man darf an öffentlichen Plätzen weder rauchen noch trinken, also nicht in Parks, auf der Straße, etc.
  • Das führt dazu, dass man hier tatsächlich kaum raucht
  • Man schaut viel fern, vor allem Kinder
  • Viele Ticos sind sehr religiös
  • Die Ticos sind immer ein wenig verpeilt und zu spät, aber sehr liebenswürdig
  • Einige werden plötzlich viel freundlicher, wenn sie merken, dass man nicht aus den USA kommt
  • Wie so ziemlich jede Nation sind auch die Ticos fußballverrückt
  • Niemand scheint Zeitung zu lesen – tatsächlich habe ich noch nie eine Zeitung aus Papier gesehen!

Natürlich würden mir noch mehr lustige und interessante Fakten und Umstände über Costa Rica einfallen, aber vielleicht mache ich einfach mal einen zweiten Teil 😉 Für heute konntet ihr mein derzeitiges Zuhause ein bisschen besser kennenlernen, jetzt wünsche ich euch noch ein hoffentlich verschneites Wochenende.

¡Pura Vida!

Theresa

Habla como un Tico- so reden die Ticos

¡Diay mae!

Es gibt wohl keine Begrüßung, die typischer wäre für Costa Rica (außer vielleicht Pura Vida!).

In Costa Rica spricht man, wie in fast ganz Lateinamerika, Spanisch. Zwischen dem Castellano, also dem Spanisch, was in Spanien gesprochen wird, und dem lateinamerikanischen Spanisch gibt es aber einige Unterschiede. Außerdem gibt es natürlich auch von Land zu Land einige Dialekte und sprachliche Eigenarten, auch in einem so kleinen Land wie Costa Rica.

Europäisches vs. Lateinamerikanisches Spanisch

Am auffälligsten ist wohl der Unterschied in der Aussprache. Das Castellano klingt viel härter und nicht so melodisch wie das lateinamerikanische Spanisch. Spanier sprechen das c außerdem wie das englische „th“ und das j wie ein „ch“ in „Lachen“ aus. In Hispanoamerika klingt das c wie ein „s“ und das j wie ein einfaches „h“. Das mag klingen wie eine Kleinigkeit, aber man hört den Unterschied zwischen den verschiedenen Arten, Spanisch zu sprechen doch recht deutlich.

Während man in Spanien vale sagt, wird in Lateinamerika das OK verwendet.

Zudem wird hier alles verniedlicht bzw. verkleinert mit den Endungen –ito bzw -ita, das geht sowohl bei Nomen, als auch bei Adjektiven.

Spanier benutzen hauptsächlich und vosotros, also die Du- und Ihr-Form und sehr selten das förmliche usted bzw ustedes, wohingegen hier in Lateinamerika eigentlich ausschließlich letzteres verwendet wird. Dabei spielen auch Bekanntschaft oder Förmlichkeit keine Rolle- in meiner Gastfamilie zum Beispiel haben sich alle mit usted angesprochen. hört man hier also selten, vosotros wird aber wirklich nie verwendet; in Sprachschulen wird es nicht einmal unterrichtet! Außerdem gibt es eine extra Person, die eigentlich in der offiziellen Spanischen Gramatik gar nicht existiert und nur umgangssprachlich benutzt wird: die vos Form, die ersetzt. Dabei werden Verben sogar anders konjugiert als andere Pronomen. Vos benutzt man auch in einigen andern lateinamerikanischen Ländern, zum Beispiel in Argentinien. In Mexiko aber benutzt man auch hauptsächlich tú- jedes Land spricht eben ein bisschen anders.

Typisch costa-ricanische Wörter und Ausdrücke

Pura Vida Ist wohl der berühmteste costa-ricanische Ausdruck. Er spiegelt die gelassene Lebensweise der Ticos wider und wird für alles verwendet: als Begrüßung oder Abschied, als Lückenfüller, als Dank, oder oder oder… Ich persönlich freue mich jedes Mal, wenn ich einen Tico Pura Vida sagen höre!

Mae Bedeutet soviel wie Kumpel, Alter etc., wird aber auch manchmal zwischen den Sätzen als Lückenfüller verwendet.

Tuanis Soll angeblich vom englischen „too nice“ kommen und wurde, so abgewandelt, mit der gleichen Bedeutung weiter verwendet.

Chivo/ Chiva Bedeutet cool

Ahorita, tranquilo (/-a) und ya casi

Ahorita Bedeutet jetzt, tranquilo/ tranquila ruhig und ya casi schon fast. Das sind einfache Vokabeln, die man vielleicht auch in anderen Ländern verwendet, aber sie sagen auch viel über die costa-ricanische Eigenheit aus, es mit der Pünktlichkeit nicht so genau zu nehmen. Nicht selten hört man: „Tranquila, ya casi llego!“, oder: „Tranquila, ahorita llego.“ (=„Ich bin schon fast da/ Ich komme gleich an.“) Gerade ahorita ist dabei ein sehr dehnbarer Begriff, manchmal versteht man darunter in 10 Minuten, manchmal in einer Woche.

Zum Schluss noch ein paar Vokabeln, die hier einfach anders sind als im Castellano:

largo statt lejos (weit)

⁃ el carro statt el coche (das Auto)

bretear statt trabajar (arbeiten)

Mir persönlich macht es großen Spaß, diese kleinen sprachlichen Eigenheiten und Unterschiede kennenzulernen, zu hören und teilweise selbst verwenden zu können. Vielleicht habt ihr ja jetzt euer Vokabular auch ein wenig erweitern können, auch wenn ihr noch kein Spanisch konntet!

¡Pura Vida mae!

Theresa

Mirador Tiquica

Am Samstag, dem 11. Januar, fahre ich mit meinen besten Freunden hier in Costa Rica zu einem Aussichtspunkt, dem Mirador Tiquica. Dieser liegt im Stadtviertel Escazú oben in den Bergen. Zum Glück steht uns ein Auto zur Verfügung, denn zu Fuß hätten wir auch nicht nur Stunden gebraucht, sondern wären auch schweißgebadet oben angekommen. Obwohl das Auto nicht sehr alt ist, haben wir mehr als ein Mal Sorge, ob wir damit vorankommen, denn die Steigung beträgt nicht selten gefühlte 100% und dafür sind die Straßenverhältnisse mehr als abenteuerlich. Wir merken auch schnell, dass wir die Innenstadt lange hinter uns gelassen haben, da unsere Umgebung immer grüner wird. Zunächst fahren wir an Luxusvillen vorbei, die auch einen unglaublichen Ausblick genießen müssen, dann folgen die ärmeren Häuser und auf einmal sieht man Kühe, streunende Hunde und Hühner, die die Straße überqueren wollen.

Als wir oben ankommen, scheint die Sonne und es ist unheimlich heiß. (Knapp 30 Grad und Sonne im Januar- verrückte Welt!)

Am Aussichtspunkt gibt es auch ein Restaurant, aber wir begnügen uns mit der Aussicht, die wirklich überwältigend schön ist. San José liegt wie ein Teppich ausgebreitet vor uns, umgeben von Bergen und den drei Vulkanen: Poás, Barva und Irazú.

Leider ist er hinter den Wolken versteckt: ganz rechts im Bild müsste der Vulkan Irazú sein.
Ganz links im Bild sieht man den (leider abgeschnittenen) Poás Vulkan und rechts daneben den Barva Vulkan.
Das Fußballstadion La Sabana

Von hier oben sieht alles so friedlich aus und es freut mich wirklich, dass ich sogar von hier oben einige Gebäude wieder erkennen kann. Es stimmt schon, San José ist keine schöne Stadt. Kein Tourist bleibt länger als nötig hier. Trotzdem habe ich mich einfach in die Stadt verliebt. Sie hat für mich einfach einen besonderen Charme, den man vielleicht auch erst spürt, wenn man länger hier lebt. Sie ist zu meinem Zuhause geworden und ich fühle mich einfach sehr wohl hier.

Dazu tragen natürlich nicht nur die Stadt bei, sondern auch meine Freunde hier.

Das ist Alicia aus Berlin, auch ein AuPair über meine (ehemalige) AuPair Organisation.

Das ist Linea, aus der Nähe von Düsseldorf. Sie ist auch ein AuPair, aber über eine andere Organisation. Sie habe ich auf einem Ausflug zum Irazú Vulkan kennengelernt.

Das Rechts ist Diego, er ist ein Tico, also ein Costa-ricaner. Ihn haben wir auf einem deutschen Abend in einem Restaurant in San José kennengelernt.

Wenn wir uns für einen Moment umdrehen, der Aussicht also den Rücken zukehren, sehen wir auch die hohen Berge, die noch höher in den Himmel aufragen und an denen die Wolken hängenbleiben.

Wie immer ein sehr schöner Tag und Ausflug. Bald werde ich mal einen ausführlicheren Blogpost über San José und seine Sehenswürdigkeiten schreiben.

Bis dahin: ¡Pura Vida!

Theresa

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