Krokodile, Hitzeschlag und Taxi-Abenteuer

Es ist Sonntag, der 26. Januar, halb fünf Uhr morgens. Der Wecker reißt uns sehr unsanft aus dem Schlaf. Ich habe mit zwei Freundinnen, Alicia und Linea, übernachtet und nach einem gemütlichen Mädelsabend nicht ganz so viel Schlaf bekommen. Außerdem wollen wir heute an den Strand fahren, deswegen stehen wir schon zu dieser unmenschlichen Uhrzeit auf.

Wie das bei drei Mädchen so üblich ist, müssen wir uns ganz schön beeilen, um rechtzeitig fertig zu sein, aber wir schaffen es wie geplant, um 6 Uhr morgens im Bus Richtung Jacó zu sitzen. Dort treffen wir auch noch zwei weitere Freunde.

Ich nutze die Busfahrt hauptsächlich dazu, Schlaf nachzuholen, doch als wir den Fluss Río Tarcoles überqueren, können wir tatsächlich einige Krokodile entdecken, die dort in freier Wildbahn leben.

In Jacó angekommen, rufen wir uns zwei Uber, um ein Stück weiter zum Playa Hermosa (Übersetzt: schöner Strand) zu fahren. Der Strand ist wirklich sehr schön, um einiges schöner als der direkt in Jacó. Das liegt wohl auch daran, dass Jacó mittlerweile schon eine kleine Stadt ist mit einigen Hochhäusern und Hotels, die direkt am Strand in den Himmel aufragen. Der Playa Hermosa ist dafür eher naturbelassen.

Wir springen auch direkt ins Wasser, da die Hitze wirklich unerträglich ist. Das Meer ist schön erfrischend und wir toben und schmeißen uns in die Wellen, als wären wir kleine Kinder – vielleicht macht uns die Sonne auch einfach ein wenig verrückt. Es gibt leider keinen Schatten am Strand und so werden wir langsam immer ausgetrockneter und röter, aber nach ein paar Stunden laufen wir ein paar Meter auf die Straße, um uns dort am Straßenrand unter einen schattenspendenden Baum zu setzen. Dort sehen wir auch zwei wilde Papageien, aber leider gelingt es uns nicht, ein gutes Bild zu schießen.

Gegen Nachmittag gehen wir in ein Strandcafé in der Nähe, weil wir dringend etwas Kaltes zu trinken brauchen. Danach versuchen wir, uns zwei Uber zu rufen, um zurück nach Jacó fahren zu können. Wir brauchen zwei, weil wir zu fünft sind und in normalen Uber nur vier Fahrgäste mitfahren können. Seltsamerweise ist zu diesem Zeitpunkt nur eins verfügbar, aber wir wären nicht in Costa Rica, wenn der Uber Fahrer uns nicht trotzdem alle fünf mitnehmen würde.

Leider haben wir wirklich Pech und fahren nach ein paar Minuten auf eine Polizeikontrolle zu! Nicht nur sind wir zu viele Personen im Auto, sondern Uber ist in Costa Rica auch nicht zu hundert Prozent legal, deswegen hält der Uber Fahrer schnell auf einem Parkplatz vor der Kontrolle an. Langsam steigen wir unauffällig einer nach dem anderen aus, damit nicht auffällt, dass wir zu viele waren. Dann laufe ich mit Linea zu Fuß am der Kontrolle vorbei zu einem Aussichtspunkt, der zufällig in der Nähe ist, und tun so, als wären wir nur deswegen hier.

Der Aussichtspunkt

Die anderen fahren währenddessen an der Polizei vorbei, werden aber vorbei gewunken und nicht kontrolliert, anscheinend wurde nach etwas Anderem gesucht. Weiter geht also die abenteuerliche und etwas enge Fahrt und ich glaube, dem Uber Fahrer fallen zehn Steine vom Herzen, als wir in Jacó sind und aussteigen. Natürlich bekommt er ein angemessenes Trinkgeld und wir machen uns anschließend auf die Suche nach Essen. Nachdem wir uns eine Pizza bestellt und sie uns im Stadtpark geteilt haben, machen wir uns schon auf dem Weg zum Bus, um zurück nach San José zu fahren.

Der Bus fährt um sechs Uhr ab, aber leider ist so viel Stau, dass wir statt nach zwei erst nach sechs Stunden in San José ankommen. Trotzdem lassen wir uns unsere gute Laune nicht verderben, schließlich hatten wir einen sehr schönen Strandtag!

¡Hasta luego!

Theresa

4 Kommentare zu „Krokodile, Hitzeschlag und Taxi-Abenteuer

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