Das Turtle Saving Hostel

Seit Dezember wohne und arbeite ich jetzt schon im Turtle Saving Hostel in San José, Costa Rica und heute möchte ich es euch ein wenig näher vorstellen.

Es liegt im Barrio Escalante, dem schönsten und sichersten Stadtteil San Josés. Hier gibt es viele Wohnhäuser, Bars und Restaurants und grade Freitagabends ist eine Menge los auf den Straßen.

Das Hostel ist sehr klein. Wir haben einen Schlafsaal mit vier Hochbetten, zwei Doppelzimmer und ein Zimmer mit zwei einzelnen Betten darin. Insgesamt finden also vierzehn Gäste im Hostel Platz. Es gibt einen Gemeinschaftsbereich im Haus und einen draußen auf der Terrasse bzw im Hof, je nach dem, wie man es nennen will. Das Frühstück ist im Übernachtungspreis inbegriffen, außerdem können Gäste einen Gästekühlschrank und eine Mikrowelle benutzten, haben aber keinen Zugang zur Küche.

Der Inhaber und einzige permanente Mitarbeiter des Hostels heißt Robert. Er kommt aus Wales, wohnt seit 16 Jahren in Costa Rica, leitet seit einigen Jahren das Hostel und ist außerdem Vorsitzender der La Tortuga Feliz Foundation, also des Frewilligenprojekts, das mit dem Hostel verknüpft ist. Er wohnt auch im Hostel in einem eigenen Zimmer und ist mein Chef, sozusagen. Er ist aber ein wirklich netter und herzensguter Mensch, ich arbeite nicht nur sehr gern mit ihm, sondern oft unterhalten wir uns auch einfach so Stundenlang.

Was hat es eigentlich mit dem Namen des Hostels und dem Freiwilligenprojekt auf sich? Robert hat vor vielen Jahren mit zwei weiteren Männern, die leider beide mittlerweile verstorben sind, das Projekt La Tortuga Feliz (übersetzt: die glückliche Schildkröte) gegründet. Das ist eine nicht gewinnorientierte Organisation, die Schildkröten schützt vor Umweltverschmutzung, Fischernetzen und Wilderern, die die Eier der Tiere stehlen, um sie teuer zu verkaufen. Das Projekt ist auf einer kleinen Insel in der Nähe von Batán (zwischen Tortuguero und Limón) an der Karibikküste Costa Ricas stationiert. Auf dieser Insel leben auch Einheimische, die durch die Freiwilligen aufgeklärt werden über Naturschutz etc. und die auch ins Projekt eingebunden werden, um ihnen eine Alternative zum Wildern zu geben. Wenn ihr mehr über das Projekt erfahren oder selbst als Freiwillige(r) helfen möchtet, verlinke ich euch hier die Website.

Das Hostel in San José ist als eine Art Start- und Endpunkt für die Freiwilligen gedacht, sodass sie bei ihrer Ankunft in Costa Rica einen Ort haben, an dem sie direkt mit dem Projekt und den anderen Freiwilligen vertraut werden können. Von dort aus fahren sie dann auch gemeinsam zum Projektstandort, denn ganz so einfach ist das nicht!

Natürlich kann man auch als normaler Gast im Hostel übernachten, ohne ein Freiwilliger zu sein. Darauf ist das Hostel sogar angewiesen, schließlich ist nur von März bis September Turtle-Saison! Trotzdem werden bei jeder Übernachtung 20% des Preises an das Schildkröten Projekt gespendet- eine gute Sache, also!

Insgesamt ist das Hostel ruhig, schön und sehr sauber- ich fühle mich wirklich wohl hier. Immerhin spricht die Tatsache, dass ich statt den anfänglich geplanten 6 Wochen am Ende 14 Wochen hier gearbeitet und gelebt haben werde, für sich.

Also, falls Jemand noch eine Unterkunft in San José braucht, schaut vorbei!

¡Qué les vaya muy bien!

Theresa

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