Granada, te amo -Part 4

Nach dem Frühstück beschließen Diego und ich, eine weitere, vom Hostel angebotene, Tour zu machen: Kayaken auf dem Nicaraguasee!

Wir werden von einem Fahrer am Hostel abgeholt und zu einer Stelle am See gebracht, wo wir auf unseren Guide und die Kayaks treffen. Der Guide gibt uns Schwimmwesten und prompt geht es los- Diego und ich sind ganz allein mit dem Guide. Wir rudern (oder wie auch immer der Fachbegriff beim Kayaken heißt) um und zwischen den vielen, kleinen Inseln herum und erfahren dabei viel über die Flora, Fauna und die Leute, die auf der Insel leben.

Die Bilder sind mit einer Go Pro aufgenommen und dementsprechend qualitativ nicht ideal.

Je weiter man aufs offene Wasser herausfährt, desto mehr Luxushäuser sind auf den Inseln zu sehen. Diese Inseln gehören reichen Ausländern, die hier ihre Ferienhäuschen gebaut haben. Die Inseln nahe des Festlands gehören jedoch vermehrt armen oder ärmeren Einheimischen, die die Inseln schon seit Generationen besitzen. Sie leben in Wellblechhütten, haben aber in der Regel Zugriff auf Elektrizität.

Im See sind mehr als 400 Inseln zu finden und jede Menge Tierarten; als vielleicht gefährlichste der Bullenhai. Den bekommen wir heute zum Glück aber nicht zu Gesicht, dafür aber unzählige Vögel und einige schaulustige Affen. An einer verlassenen Insel halten wir an und steigen kurz aus, um uns umzuschauen. Auch hier treffen wir einen Affen, der sich ganz schön nah an uns heran wagt.

Nachdem wir ein Stückchen weiter gefahren sind, sehen wir auf einer weiteren Insel die Fortaleza San Pablo, eine spanische Festung, die 1789 gebaut wurde, um Granada vor Piraten zu schützen. Wir gehen nicht an Land, aber wir bekommen von einer Verkäuferin, die vor der Sehenswürdigkeit Snacks verkauft, eine Pipa, eine aufgehackte Kokosnuss mit Strohalm, aus der man das Kokoswasser trinken kann. So paddeln wir also langsam zurück und ich muss sagen, nach über zwei Stunden im Kayak fühlen sich meine Arme doch ziemlich schwer und erschöpft an.

Wir verabschieden uns von unserem Guide und werden zurück ans Hostel gebracht. Die Kayak Tour, die drei Stunden ging, hat uns, mit Transport und Privatem Guide, insgesamt nur $16 pro Person gekostet!

Nachdem wir uns kurz ausgeruht haben, packen wir unsere Taschen und schlendern erneut durch die Stadt. Wir kaufen uns im Parque Central Souvenirs und laufen zum See, um dort schwimmen zu gehen. Als wir eine Stelle finden, an der es erlaubt ist, schwimmen zu gehen, sind wir allerdings beide sehr enttäuscht. Das Wasser ist ziemlich dreckig, überall sieht man Plastik herumschwimmen.

Also halten wir nur kurz die Füße ins Wasser, genießen die letzten Sonnenstrahlen und als unsere Mägen immer lauter knurren, machen wir uns auf den Weg, um an unserem letzten Abend nochmals essen zu gehen. Während wir auf unser Essen warten, tanzen ein paar Jugendliche auf der Suche nach Trinkgeld Breakdance und sind wirklich richtig gut!

Das Essen ist gut, unsere Unterhaltung noch besser und ich will gar nicht daran denken, am nächsten Tag schon wieder zurück nach San José fahren zu müssen. Als wir durch die angenehme Abendluft zurück zum Hostel schlendern, sehen wir auf der Bühne auf der Plaza Central noch einen traditionellen Tanz.

Diego und ich wollen beide nicht mehr viel unternehmen und entschließen uns dazu, Scrabble zu spielen, aber auf unsere Weise: spanische, deutsche und englische Wörter sind erlaubt!

So klingt unser Abend und unser kleiner Kurzurlaub schön gemütlich aus. Nicaragua hat mir wirklich gut gefallen und ich finde es sehr schade, dass ich nicht mehr Zeit habe oder hatte, um das Land näher kennenzulernen.

Bevor ich diesen Post beende, möchte ich aber noch auf unser Hostel eingehen. Es heißt De Boca En Boca und ich kann es sehr empfehlen, hauptsächlich für Backpacker mit nicht allzu dickem Geldbeutel. Wir haben pro Nacht pro Person im 6 Betten Schlafsaal ca 7€ bezahlt, inklusive Frühstück. Für das Frühstück wird Pancake Teig bereitgestellt, den man sich aber noch selbst backen muss. Das klappt auch ganz gut, dazu gibt es Bananen und Sirup. Ansonsten ist das Hostel sehr schön und grün und wir haben sehr nette Leuze getroffen. Außerdem haben mir die zentrale Lage und das breite Tourangebot sehr gut gefallen.

¡Hasta la próxima vez!

Theresa

Ein Kommentar zu “Granada, te amo -Part 4

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