Am Samstag, dem 11. Januar, fahre ich mit meinen besten Freunden hier in Costa Rica zu einem Aussichtspunkt, dem Mirador Tiquica. Dieser liegt im Stadtviertel Escazú oben in den Bergen. Zum Glück steht uns ein Auto zur Verfügung, denn zu Fuß hätten wir auch nicht nur Stunden gebraucht, sondern wären auch schweißgebadet oben angekommen. Obwohl das Auto nicht sehr alt ist, haben wir mehr als ein Mal Sorge, ob wir damit vorankommen, denn die Steigung beträgt nicht selten gefühlte 100% und dafür sind die Straßenverhältnisse mehr als abenteuerlich. Wir merken auch schnell, dass wir die Innenstadt lange hinter uns gelassen haben, da unsere Umgebung immer grüner wird. Zunächst fahren wir an Luxusvillen vorbei, die auch einen unglaublichen Ausblick genießen müssen, dann folgen die ärmeren Häuser und auf einmal sieht man Kühe, streunende Hunde und Hühner, die die Straße überqueren wollen.

Als wir oben ankommen, scheint die Sonne und es ist unheimlich heiß. (Knapp 30 Grad und Sonne im Januar- verrückte Welt!)
Am Aussichtspunkt gibt es auch ein Restaurant, aber wir begnügen uns mit der Aussicht, die wirklich überwältigend schön ist. San José liegt wie ein Teppich ausgebreitet vor uns, umgeben von Bergen und den drei Vulkanen: Poás, Barva und Irazú.



Von hier oben sieht alles so friedlich aus und es freut mich wirklich, dass ich sogar von hier oben einige Gebäude wieder erkennen kann. Es stimmt schon, San José ist keine schöne Stadt. Kein Tourist bleibt länger als nötig hier. Trotzdem habe ich mich einfach in die Stadt verliebt. Sie hat für mich einfach einen besonderen Charme, den man vielleicht auch erst spürt, wenn man länger hier lebt. Sie ist zu meinem Zuhause geworden und ich fühle mich einfach sehr wohl hier.
Dazu tragen natürlich nicht nur die Stadt bei, sondern auch meine Freunde hier.

Das ist Alicia aus Berlin, auch ein AuPair über meine (ehemalige) AuPair Organisation.

Das ist Linea, aus der Nähe von Düsseldorf. Sie ist auch ein AuPair, aber über eine andere Organisation. Sie habe ich auf einem Ausflug zum Irazú Vulkan kennengelernt.

Das Rechts ist Diego, er ist ein Tico, also ein Costa-ricaner. Ihn haben wir auf einem deutschen Abend in einem Restaurant in San José kennengelernt.

Wenn wir uns für einen Moment umdrehen, der Aussicht also den Rücken zukehren, sehen wir auch die hohen Berge, die noch höher in den Himmel aufragen und an denen die Wolken hängenbleiben.

Wie immer ein sehr schöner Tag und Ausflug. Bald werde ich mal einen ausführlicheren Blogpost über San José und seine Sehenswürdigkeiten schreiben.
Bis dahin: ¡Pura Vida!
Theresa
Eine Stadt muss nicht schön sein um sie zu lieben!
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