Tage 9 und 10 – Santa Teresa / San José

Am Morgen des 04. Septembers gehe ich mit ein paar Leuten aus unserer Gruppe in der Bakery frühstücken – diesmal gibt es für mich Pancakes mit Früchten, Nutella und einem Cappuccino.

Anschließend gehe ich am Strand spazieren, um von den Felsen geformte Wasserlöcher bzw. -becken zu finden und darin zu baden. Mit dabei sind Alina, unser Guide Bryan und Maddie aus Australien. Wir vier haben uns mittlerweile ziemlich gut angefreundet und sind oft zusammen unterwegs. Die Hitze ist wirklich unerträglich und ich bin froh, mich im Wasser abkühlen zu können.

Als wir die Sonne nicht mehr ertragen können, ziehen wir uns zurück und suchen ein kleines Mittagessen- dieses Mal entscheiden wir uns tatsächlich für eine kleine, unscheinbare Bäckerei neben der Bakery! Diese ist nämlich um einiges günstiger. Allerdings bereue ich die Entscheidung ziemlich direkt danach, da das Brot, das ich dort kaufe, nicht sehr lecker ist.

Wir waschen unsere Wäsche und entscheiden dann, nach einer kleinen Mittagspause, mit fast allen Mädchen der Gruppe in der Bakery einen Käsekuchen zu essen. Zwar kostet ein Stück Käsekuchen dort umgerechnet sage und schreibe 5€, doch ich muss sagen, dass das auch das beste Stück Käsekuchen der Welt war.

Nach dieser köstlichen Pause gehe ich mit Alina und Maddie wieder an den Strand, wir lassen uns von den großen Wellen mitreißen und lassen uns einfach treiben. Santa Teresa ist wegen der hohen Wellen übrigens der perfekte Ort zum Surfen. Man sieht auch quasi zu jeder Tageszeit mindestens einen Surfer im Wasser und an jeder Ecke findet sich ein Surfshop.

Abends laufen wir alle gemeinsam ca. 20 Minuten entlang der „Hauptstraße“ zu einem Thai-Restaurant, denn heute ist unser letzter Abend in Santa Teresa. Meine BBQ- Tacos sind lecker, insgesamt aber zu teuer.

Am 05. September müssen wir früh aufstehen und unsere Koffer packen. Nach einem schnellen Frühstück müssen wir nämlich schon den Bus erwischen, um zurück nach San José zu fahren. Zuerst geht es mit einem Chicken Bus eine gute Stunde lang zu einer Haltestelle, an der wir eine Stunde Zeit haben, um dann mit einem anderen öffentlichen Bus weiter zur Fähre zu fahren. An dieser Haltestelle können wir aber zum Glück bei einem Restaurant etwas essen und im Supermarkt Snacks kaufen. Ich esse ein unheimlich leckeres Casado con Pollo. Leider hat das Essen aus dem Thai Restaurant gestern einem Mädchen aus unserer Gruppe eine Lebensmittelvergiftung verpasst und sie leidet auf der Busfahrt sehr. Nach der Fähre müssen wir den nächsten Bus nehmen und kommen erst gegen 7 Uhr abends im Selina Hostel in San José an. Dieser Tag war also nicht sehr spannend und bestand nur aus laaangen Busfahrten und viel Herumsitzen. Morgen wird aber ein spannender Tag: wir fliegen von San José aus nach El Salvador! Ich bin schon sehr gespannt…

Hasta mañana amigos,

Theresa

Tage 7 und 8 – Santa Teresa

02. September. 05:35 Uhr. Der Wecker klingelt, laut, harsch und unerbittlich. Doch alles Jammern hilft nichts, also mache ich mich auf, um meine Sachen zu packen: es geht auf zum Strand nach Santa Teresa! Jedoch nicht vor einer fünfstündigen Bus- und Bootsfahrt. Santa Teresa liegt an der Pazifikküste in der Provinz Puntarenas, ca 150 km westlich von San José.

Nach der langen Fahrt sind alle ziemlich erschöpft. Die unglaublich hohe Luftfeuchtigkeit und die Hitze machen das auch nicht besser, vor allem, weil wir aus Monteverde noch eher kühle Temperaturen gewöhnt waren. Trotzdem freue ich mich unheimlich, endlich am Meer sein zu können. Alina und ich gehen am Meer spazieren und erkunden den Ort, der quasi nur aus einem ewig langen Schotterweg (das soll die Hauptstraße sein) entlang des Meeres besteht, an dem Läden, Hostels und Restaurant liegen. Mir gefällt aber die entspannte Atmosphäre, die im ganzen Ort herrscht.

Mit unserer Gruppe treffen wir uns abends am Strand, um gemeinsam den Sonnenuntergang anzuschauen, natürlich nicht ohne ein kühles Bier in der Hand. Das beliebteste costa-ricanische Bier ist übrigens das Imperial, das mir tatsächlich sehr gut schmeckt.

Danach gehen wir zusammen zu The Bakery, einer Art Bäckerei nicht weit von unserem Hostel, die aber nicht nur Backwaren, sondern auch sehr leckeren Café, Säfte und richtige Mahlzeiten anbieten. Dort gibt es an diesem Abend „All you can eat – Pizza“, also für einen bestimmten Preis so viele Pizzastücke, wie man essen kann. Zwar ist die Bakery nicht ganz billig, aber wunderschön eingerichtet und das Essen ist unheimlich lecker. Fünf riesige Pizzastücke und dem besten Stück Käsekuchen, das ich je gegessen habe, später bin ich sehr satt und zufrieden, wir gehen zurück in unser Hostel, unterhalten uns alle gemütlich am Pool und lassen den Abend schön ausklingen.

Am nächsten Tag, dem 03. September, kann ich endlich mal wieder ausschlafen. Alina und ich frühstücken sehr lecker in der Bakery und legen uns danach an den Strand. Es ist heiß und sonnig und die Wassertemperatur ist wirklich sehr angenehm und nicht zu kalt. Hier am Pazifik am Strand von Santa Teresa gibt es sehr hohe Wellen, was sich perfekt zum Surfen eignet. Dementsprechend finden sich einige Surfer im Wasser, ansonsten ist der Strand, bis auf ein paar weitere Touristen recht leer, was vielleicht auch daran liegt, dass momentan Nebensaison herrscht. Im Meer gibt es einige spitze Felsen auf dem Boden, die man durch das Wasser nicht immer sehen kann und so Schürfe ich mir ein wenig mein Bein auf, aber Indianer kennen ja bekanntlich keinen Schmerz.

Wir verbringen noch den ganzen Tag am Strand, nur unterbrochen von einem schnellen Lunch in der Bakery (wer hätte es gedacht). Ich genieße sehr, dass ich endlich mal genug Zeit habe, mein Buch zu lesen und mein Reisetagebuch auf Vordermann zu bringen.

Nach diesem entspannten Tag gehen Alina und ich allein in dem Restaurant Las Piedras essen. Es gibt ein Angebot mit Burger, Getränk und Pommes für 4500 Colones, also ca 7€. Mit einem Corona in der Hand genießen wir noch den Ausblick von unserem Balkon und genießen die angenehme Abendluft.

¡Pura Vida!

Theresa

Tag 6 – Monteverde

An diesem Tag, dem 1. September, teilt sich unsere Gruppe auf. Der Großteil entschließt sich dazu, Ziplining und Bungee Jumping zu machen. Es heißt, Monteverde sei der beste Ort zum Ziplining, da man mit atemberaubendem Ausblick über den Nebelwald gleitet und die Strekenabschnitte sehr gut sein sollen. Da ich aber leider alles andere als ein Adrenalinjunkie bin, entschließen sich Alina und ich uns dazu, stattdessen in den Selvatura Nebelwald zu fahren und dort den Pfad der Hanging Bridges zu wandern. Wie der Name schon verrät, führt dort ein Pfad durch den Nebelwald, unterbrochen von insgesamt acht Hängebrücken, die uns einen unglaublichen Ausblick über die Täler Bzw die Baumwipfel bescheren.

Genau darauf habe ich mich so sehr gefreut! Endlich kann ich mit meiner Wanderhose durch den Regenwald laufen, ganz viele Pflanzen und Natur sehen und den Vögeln beim Singen zuhören. Natürlich waren auch die Hängebrücken ein muss – hat nicht jeder, der schon mal im Regenwald war, ein Instagram Bild auf den Brücken?

Die Tatsache, dass ich an diesem Tag 441 Bilder geschossen habe, verrät vielleicht schon, dass ich fasziniert bin von der Schönheit der Natur. Ich sehe so viele Pflanzen, die ich am liebsten alle mitnehmen und daheim einpflanzen würde!

Leider sehen wir, außer ein paar Insekten und Vögeln, keine Tiere. Für $5 kann man zwar auch noch einen Kolibri Garten besuchen, in dem es wohl auch Affen gibt, aber Alina und haben gute zwei Stunden auf dem Pfad verbracht und da die Shuttles zurück nach Monteverde nicht sehr regelmäßig fahren, müssen wir aus Zeitgründen doch schon gehen. Auch wenn ich das ganz gern gesehen hätte.

Zurück in Monteverde sterben wir fast vor Hunger und entschließen uns dazu, zu unserer Gruppe zu stoßen, die bei Taco Taco, wer hätte es gedacht, leckere Tacos isst. Auf dem Weg dorthin kommt plötzlich Nebel auf, das ist hier in den bergigen Gebieten so üblich. Aber es ist wirklich faszinierend, wie man von einem Moment auf den anderen kaum mehr seine Hand vor Augen sehen kann.

Wir ruhen uns ein wenig aus, bevor es abends schon für Alina, mich und noch ein Mädchen aus unserer Gruppe auf die nächste Tour geht: wir nehmen an einem Nightwalk teil, also quasi einer Nachtwanderung durch den Nebelwald, auf der man viele Tiere sehen soll, die nachtaktiv sind. („Nacht“ heißt hierbei jedoch grademal kurz nach 6 Uhr, da es hier dann schon stockdunkel ist!) Jeder bekommt eine Taschenlampe in die Hand gedrückt und schon geht es los. Dadurch, dass es kein abgesperrtes Gebiet ist, durch das wir laufen, sondern reine Natur, kann man davor nicht wissen, welche Tiere man sehen wird und der Guide muss sie suchen. Davor habe ich großen Respekt, weil ich bei der Dunkelheit in dem Dickicht selbst mit Taschenlampe sicherlich nicht einmal mich selbst finden würde! Aber schon nach wenigen Metern sehen wir einen rotäugigen, giftigen Frosch, eine grüne Schlange und eine Tarantel, die tatsächlich kleiner ist, als ich sie mir vorgestellt habe. Trotzdem muss ich nicht unbedingt näher an sie heran. Schon eher gefallen mir das im Halbschlaf versunkene Faultier oben in den Bäumen und ein hübscher Vogel mit schimmerndem Gefieder. Der Guide erzählt außerdem viel über das Leben der einzelnen Tierarten, die wir sehen. Faultiere verbringen zum Beispiel fast ihr ganzes Leben allein auf Bäumen. Einmal pro Woche kommen sie auf den Boden, um ihr Geschäft zu erledigten und sie suchen Artgenossen nur zur Paarung auf – alle drei bis vier Jahre gibt es also drei Sekunden langen Faultier- Sex.

Seid mir übrigens nicht böse wegen meiner einfachen Beschreibungen der Tiere, ich bin leider kein Experte und merken konnte ich mir alle exakten Namen der Tiere nicht!

Als nächstes sehen wir einen Skorpion, den der Guide mit einer speziellen Taschenlampe ausfindig macht. Ich glaube, es war UV-Licht, das den Panzer des Skorpion Neonfarben erscheinen lässt, sodass er im Dunkeln gut zu sehen ist.

Das Highlight der Tour ist jedoch ein Tier, von dem ich noch nie zuvor gehört habe: der „Mexican hairy porcupine“. Auf deutsch „Mittelamerikanischer Baumstachler.“ Googelt es mal, das mache ich nach dem Night Walk auch erstmal. Dieses Tier scheint man nicht oft zu entdecken, jedenfalls wird der Guide ganz aufgeregt bei dessen Anblick und wir müssen uns alle ganz schnell und leise versammeln, um es nicht zu verpassen. Das Tier ist jedoch ziemlich schnell und so kann ich nur ganz wenig von ihm sehen. Trotzdem war es eine witzige und spannende Erfahrung!

Ich hoffe, dieser Tag hat euch genauso gut gefallen wie mir!

Hasta mañana,

Theresa

Tag 5 – Monteverde

Am 31. August reißt mich der Wecker um 8:15 Uhr aus dem Schlaf. Heute fahren wir in ein Städtchen in den Bergen, das sich Monteverde nennt. Der Weg dorthin führt uns auch über den Arenal See, der in der Morgensonne wirklich sehr malerisch aussieht.

An unserem Ziel angekommen, ist es wegen der Berglage deutlich kühler als sonst in Costa Rica. Zuerst checken wir ins Hostel ein; unsere Unterkunft heißt El sueño, das bedeutet „der Traum“, aber traumhaft ist das Hostel nicht wirklich. Unser Guide Bryan zeigt uns auf einem kleinen Orientierungsspaziergang alle wichtigen Orte wie Bankautomaten etc. und führt uns danach, ein wenig Abseits der Stadt, zum Ficus Tree.

Das ist ein Baum, oder, laut Wikipedia, viel mehr eine Würgefeige. Dieser Baum hat sich vor vielen, vielen Jahren einmal um einen anderen herumgeschlängelt und umschlossen, bis dieser abgestorben ist, worauf sich im Inneren des Ficus Baumes ein Hohlraum gebildet hat.

Diesen Hohlraum kann man tatsächlich hinaufklettern, wenn er auch an manchen Stellen ziemlich eng wird. Hat man das geschafft, muss man oben durch ein Loch nach außen auf ein Geäst klettern, gute 20 Meter über dem Boden. Als ich oben ankomme denke ich, ich würde jeden Moment herunterfallen und meine Beine haben die Konsistenz von Pudding, aber ich habe es geschafft und es hat sich gelohnt! Die Sicht nach unten ist beängstigend und schön, doch am meisten beeindruckt mich, wie still es dort oben ist. Als dann auch noch plötzlich der Nebel aufkommt und zwischen den Bäumen hindurch wabert, verleiht das dem Ganzen noch einen ganz besonderen Charme. Und das beste: das Erlebnis war komplett kostenlos! Nur muss man wirklich wissen, wo man mach dem guten Stück suchen muss, denn wirklich ausgeschildert ist es nicht. Die Taxifahrer wissen aber, wo sie Touristen abliefern müssen, wenn man sie nach dem Ficus Tree fragt.

Nach diesem Erlebnis wartet schon der nächste Ausflug auf uns. Wir fahren zu einer Kaffeefarm, die sich Life Monteverde nennt. Dort gibt man uns eine kleine Tour vom Gelände und uns wird viel zum Anbau und der Verarbeitung von Kaffee erklärt. Interessant finde ich auch, dass wir auch mehr über die Arbeiter und deren Arbeitsbedingungen erfahren.

Am aller besten gefällt uns allem natürlich die anschließende Kaffeeverkostung. Jeder darf fünf verschiedene Tässchen Kaffee probieren, die alle Kaffee enthalten, der sich in der Brau- und Röstart und Art und Intensität des Geschmacks unterscheiden. Alle sind sehr lecker und geschmackvoll und ich kann mich gar nicht entscheiden, welchen ich am besten finden soll. Meine Top Drei waren definitiv „Light Roast“, „Honey Roast“ und „Natural Roast“, auch weil zum Beispeil die letzten beiden noch so eine süße bzw. fruchtige Note hatten, die ich bisher bei Kaffee gar nicht kannte oder noch nie probiert hatte. Wenn ihr also mal in der Nähe und Kaffee begeistert seid, würde ich euch eine Kaffee Tour sehr empfehlen, es lohnt sich!

An diesem Abend passiert nicht mehr viel. Wir gehen alle zusammen in einer Bar etwas essen und tanzen am Ende noch ein wenig auf der Tanzfläche zu Reggaetón bzw. Salsa, aber man kommt sich durch die Einheimischen, die wirklich unglaublich gut tanzen können, doch ein wenig eingeschüchtert vor. Trotzdem, gefällt mir die Musik sehr gut, das könnte man meiner Meinung nach ruhig auch mal in Deutschen Clubs spielen.

Liebe Grüße und ¡Pura Vida!

Theresa

Tag 4 – La Fortuna

Den Morgen des 30. August 2019 lassen Alina und ich erst einmal gemächlich angehen. Ein paar andere Leute unserer Tour wollen einen Faultierpark besuchen, doch da wir am Tag davor schon vom Rafting aus zwei Faultiere gesehen haben, sparen wir uns das Geld und bleiben im Hostel, um Wäsche zu waschen. Ich nutze die Gelegenheit, um ein paar schöne Bilder von all den interessanten Pflanzen und den Gebäuden hier zu schießen.

Nach einem leckeren Lunch (Nachos mit Bohnen, Avokado und Käse überbacken) unternimmt die ganze Gruppe einen Ausflug zum Wasserfall la catarata de la fortuna. Der Eintritt kostet ganze 18$, doch der Ausblick, der sich uns schon nach ein paar Metern von einer Plattform auf den Wasserfall bietet, vertreibt jeden Gedanken an Geld.

Natürlich geben wir uns mit dieser Ansicht nicht zufrieden und steigen gut 500 Stufen hinunter zum Fuße des Wasserfalls. Dort unten (und das liegt nicht nur an dem steilen Abstieg) fehlt uns der Atem. 70 Meter stürzen die Wassermassen vor unserer Nase in eine Art Wasserbecken. Das ist wirklich sehr beeindruckend. Obwohl dabei sämtliche meiner Gliedmaßen zu Eis gefrieren, springe ich mit dem Rest der Gruppe in das Wasserbecken am Fuße des Wasserfalls.

Bei so einem Motiv und 11 Mädchen dauert es natürlich eine Weile, bis jeder sein perfektes Instragram-Bild geschossen hat, doch als alle zufrieden sind müssen wir alle 500 Stufen wieder nach oben klettern. Es gibt wohl auf dem Gelände noch einen Orchideengarten, aber leider hatte meine Gruppe keine Lust dazu, sich den noch anzuschauen.

Anschließend fahren wir zu einem Wasserloch, in das ein (sehr kleiner) Wasserfall mündet, in das man sich mit einem Seil, das von einem Baum hängt, hineinschwingen kann.

Auf dem Weg dorthin hält unser Busfahrer plötzlich ganz aufgeregt an, öffnet uns die Türen und wartet darauf, dass wir aussteigen. Und als ich sehe, was er meint, kann ich meine Kamera gar nicht schnell genug herausholen. Direkt am Straßenrand hängt, keinen Meter von uns entfernt, ein Faultier an einer Stromleitung und frisst gemütlich die Blätter des Baumes nebendran. Da war ich tatsächlich froh, dass ich am Morgen nicht mit in den Faultiergarten gegangen bin!

Übrigens: eines der typischen costa-ricanischen Gerichte nennt sich Casado und besteht aus Reis, Bohnen, Salat und Fleisch. Meistens wird Hähnchenfleisch verwendet, es gibt aber auch die Option mit Schweine- oder Rindfleisch bzw. Fisch. Das mag sehr ordinär klingen, doch tatsächlich schmeckt es unheimlich gut. Besonders Bohnen sind hier sehr lecker, ich mag sie vor allem als Mus.

Bohnen und Reis zu mögen ist eigentlich eine Grundvorraussetzung, wenn man nach Costa Rica möchte, denn es wird ständig gegessen – wenn man oft Sodas besucht und traditionell essen möchte. Es gibt sogar ein Frühstück mit Reis und Bohnen (und Kochbananen und Maistortillas, sehr lecker!), das ganze nennt sich Gallo Pinto.

Ich hoffe, dieser Tag hat euch gefallen, bis zum nächsten Mal!

Theresa

Tag 2 und Tag 3 – La Fortuna

Am zweiten offiziellen Tag der Reise, dem 28. August 2019, geht es für uns schon morgens auf zum nächsten Ort. Wir verlassen San José in einem sogenannten „Chicken“ Bus (normalerweise sollte man diese vermeiden, doch in Costa Rica sind sie sicher) zum Örtchen La Fortuna. Es liegt nordwestlich von der Hauptstadt und auf der (sehr kurvigen) vierstündigen Fahrt haben wir einen wunderschönen Blick auf Costa Ricas ländlichere Gegenden.

Wieder sind wir in einem Selina Hostel untergebracht und dieses ist noch viel schöner und größer als das in San José. Es ist sehr offen gestaltet und überall finden sich Möglichkeiten, sich hinzusetzen, die Natur zu betrachten oder es sich gut gehen zu lassen. Generell sind die Selina Hostels wohl sehr verbreitet in Zentral- und Südamerika. Ich kann sie wirklich nur empfehlen, denn sie sind sehr hübsch, man hat seine eigene Küche und ein Bett im Schlafsaal kostet wirklich nicht viel (ca 10€). Das nur am Rande.

Einige Impressionen aus dem Selina Hostel

La Fortuna ist ein kleines, verschlafenes Städtchen, das an sich nicht viel zu bieten hat. Es gibt viele kleine Souvenirshops, Bars und Restaurants, doch beeindruckend ist in der Gegend vor allem die Natur. An wolkenfreien Tagen sieht man den Arenal, der aktivste und zugleich jüngste Vulkan Costa Ricas. Am Fuße dieses Vulkans liegt außerdem der Arenal-See, in dem viele Flüsse münden, und unweit davon liegt der berühmte Wasserfall „La Fortuna“, von dem der Ort wohl seinen Namen hat.

Am nächsten Morgen, dem 29. August 2019, sehen wir von der Straße vor unserem Hostel tatsächlich den Arenal, wie er sich majestätisch über der Stadt erhebt.

Der Vulkan Arenal

Doch leider bleibt uns nicht viel Zeit, diesen Anblick zu bewundern, denn für heute haben einige andere aus der Gruppe und ich eine Aktivität gebucht: Rafting in einem Fluss in der Nähe, mitten im Regenwald! Beim Rafting sitzen sechs Leute und ein Instructor in einer Art Schlauchboot und paddeln den Fluss entlang. Das klingt einfach, doch der Fluss ist voller Tücken wie Stromschnellen, versteckten Felsen etc. Zusammenarbeit beim Paddeln und ein guter Instructor sind also sehr wichtig. Nach einer ausführlichen Einweisung beginnt also unser Abenteuer. Es regnet, doch das ist gar nicht schlimm, angesichts dessen, dass wir nach einigen Minuten sowieso durchnässt sind. Das Boot wird nämlich von der Strömung und den Stromschnellen hin und her gerissen und wir werden sehr nass gespritzt – doch der Instructor hat alles unter Kontrolle. Er steuert uns mit Absicht ein wenig in die rasanteren Strömungen, um alles spannender zu machen. Außerdem ist unser Instructor super sympathisch und ein richtiger Tico. (So nennen sich die Costa-Ricaner.) Mit seiner gut gelaunten, begeisterten Art, seinem ansteckenden Lache und den lauten Freudenschreien macht er das ganze noch lustiger. Immer wieder rufen wir als Team „Pura Vida!“. Das ist Spanisch, bedeutet übersetzt „pures Leben“ und spiegelt die Lebenseinstellung der Ticos, das Leben einfach so zu genießen und das Beste daraus zu machen, sehr gut wider.

Das Rafting ist aber nicht nur abenteuerlich, sondern auch wunderschön. An ruhigeren Stellen des Flusses kann man sich im Wasser treiben lassen oder schwimmen und die Natur um sich herum genießen. Der Fluß, von dem leichter Nebel Aufstieg, inmitten des üppigen, grünen Regenwalds ist wirklich atemberaubend schön. Wir sehen sogar ein, zwei außergewöhnliche Vogelarten und zwei Faultiere hoch oben in den Bäumen versteckt!

Das Sahnehäubchen wird dem Ganzen jedoch von einem ausführlichen, ganz typischen Mittagessen nach dem Abenteuer verliehen. Das Essen und frisch gepresster Saft und Kaffee sind inklusive. Das beste daran ist vor allem der Nachtisch, der aus frischer Ananas und Wassermelone besteht! Besonders die Ananas ist so, so süß und lecker – kein Vergleich zu denen in Deutschland.

Natürlich sind nach diesem Erlebnis alle sehr geschafft, doch abends wartet bereits das nächste Highlight auf uns: Bryan, unser Guide, führt uns zu einem Fluss nahe des Städtchens. Der Fluss fließt auf bzw. entlang des Vulkans und wird so von diesem auf natürliche Weise erwärmt, sodass man, mitten im Regenwald, in von der Natur geformten, kleinen Becken baden kann – mit Badewannentemperatur! Mit einigen mitgebrachten Getränken und Kerzen wird das ganze wirklich zu einem absolut wunderschönen Abend.

Übrigens nutzen auch die Einheimischen diese heißen Quellen, denn an der Stelle, an der wir waren, ist alles der Natur belassen und man bezahlt keinen Eintritt. Natürlich gibt es auch Hotels oder Spa-Thermen, die daraus Gewinn schlagen und das Ganze, nehme ich an, noch hübscher herrichten. Aber ich fand es so hundertmal schöner muss ich sagen.

Das wars von meinem zweiten und dritten Tag der Reise. Vor alle, der dritte war wirklich einer der schönsten des ganzen Trips, muss ich auch rückblickend sagen.

Es tut mir leid, dass dieses Mal nicht so viele Bilder dabei waren, aber leider hatte ich von beiden Aktivitäten am dritten Tag nur Bilder, auf denen auch andere Leute mit zu sehen sind und diese kann ich natürlich nicht einfach ohne zu fragen ins Internet stellen.

Pura Vida!

Theresa

San José – Ankunft und Tag 1 meiner Reise

Es ist Sonntag, der 25. August 2019. Heute beginnt mein großes Abenteuer. Endlich. Nach monatelangem Planen und Vorbereiten geht es endlich los. Ich kann es kaum glauben. Mein Traum, die Welt zu erkunden, wird sich heute ein Stückchen mehr erfüllen.

Um 21:50 Uhr soll unser Flugzeug von Frankfurt aus starten. Am Flughafen und auch in der Luft läuft alles glatt und 15 lange Stunden und einem kurzen Zwischenstopp in der Dominikanischen Republik später landen wir, endlich in San José, der Hauptstadt von Costa Rica. Wir sind übrigens meine Freundin Alina, die mich auf der Reise begleiten wird, und ich. Meiner Vorfreude wird jedoch erstmal ein Dämpfer versetzt, da die Fluggesellschaft, aus welchem Grund auch immer, mein Gepäck nicht eingeflogen hat. Das steht jetzt also noch in Frankfurt und ich stehe ohne da.

Trotz allem versuche ich, mich nicht unterkriegen zu lassen. Alina und ich fahren zu meiner Gastfamilie, bei der ich in gut einem Monat als AuPair arbeiten und leben werde (Genaueres erkläre ich hier) und die, da sie in San José leben, so lieb waren, uns für eine Nacht aufzunehmen.

Denn am nächsten Tag, dem 26. August 2019, beginnt Alinas und meine Reise durch Mittelamerika. Wir haben uns dafür entscheiden, zunächst an einer geführten Reise von G-Adventures teilzunehmen, da hier die Länder und die Kulturen doch sehr anders sind und wir und mit Reisen und Backpacken in der Region noch nicht auskennen.

Das erste Mal auf unsere Gruppe treffen werden wir erst abends, sodass wir noch etwa einen halben Tag Zeit haben, uns San José anzuschauen.

Wir essen auf dem Plaza de la Cultura zu Mittag, bewundern das Nationalmuseum und -theater , das Gebäude der Post und einige andere schöne Gebäude und Parks.

Das Teatro Nacional in San José
Der Parque Morazán
Eine Einkaufsstraße

Nach ca vier Stunden jedoch wissen wir nicht mehr ganz, was wir tun sollen. San José ist, wie ich leider zugeben muss, keine besonders attraktive Stadt. Natürlich hat es hübsche Ecken und Gebäude, aber, wenn man von Museen, Einkaufsläden, Vergnügungs- oder Tierparks mal absieht, ist dort als Tourist nicht unheimlich viel zu unternehmen. Das finde ich jedoch alles andere als schlimm. Ich bin vom Jetlag noch ein wenig neben der Spur und außerdem werde ich während meiner AuPair Zeit hier noch jede Menge Zeit haben, San José näher kennenzulernen und die besonderen Ecken zu entdecken. Dann werde ich auch hier davon genauer berichten – versprochen!

Das Selina Hostel in San José

Abends finden wir uns also in unserem Hostel ein, um unsere Reisegruppe kennenzulernen. Diese besteht aus 13 jungen Menschen zwischen 18 und 40 Jahren und einem Tour Guide. Es sind viele Australier und Engländer dabei, ein paar Amerikaner und eine weitere Deutsche. Unser Tour Guide, Bryan aus Honduras, ist sehr sympathisch, stellt alle vor und erklärt uns sowohl Grundsätzlichkeiten, als auch Einzelheiten zu unserer 18 tägigen Reise und der Route. Alle Teilnehmer der Reise sind sehr nett, voller Reiselust und ich merke schon jetzt, dass hierher zu kommen die richtige Entscheidung war.

Nach einem gemeinsamen Abendessen in einem Soda, einem preiswerten Restaurant, in dem traditionelle Speisen angeboten werden, sind jedoch alle sehr erschöpft vom Jetlag und fallen in die Betten, die im übrigen in Schlafsälen stehen, die wir uns mit anderen Mitgliedern der Gruppe teilen.

Ich hoffe, der erste Tag meiner Reise hat euch genauso gut gefallen wie mir und ihr seid gespannt, was wir als nächstes unternommen haben! Ich habe vor, zu jedem Tag meiner Reise einen Beitrag zu verfassen, quasi eine Art verspätetes Tagebuch.

Buenas noches y hasta luego,

Theresa

Wer bin ich?

Hallo, liebe Leser und schön, dass ihr meinen Blog gefunden habt!

Ich heiße Theresa, bin 18 Jahre jung und habe im Frühling mein Abitur gemacht. Jetzt habe ich nicht nur viel Zeit, sondern auch umso mehr Abenteuerlust und kann es gar nicht erwarten, die große weite Welt auf eigene Faust zu entdecken!

Und genau damit möchte ich in Mittelamerika anfangen!
Am 25. August werde ich, zusammen mit einer Freundin, zuerst ein wenig durch Costa Rica, Honduras, Guatemala und ElSalvador reisen, bevor ich im September zurück nach Costa Rica fliege, um dort bei einer Familie als AuPair zu helfen und für 6-9 Monate zu leben.

Ich kann es kaum erwarten und habe vor, hier ein paar Eindrücke und Erinnerungen mit euch zu teilen.

Familie, Freunde, oder einfach alle Abenteurer und Wanderlustigen, die gerne mehr über meine Reise erfahren möchten, sind also hier auf meinem Blog theresagoescostarica mehr als willkommen!

¡Hasta pronto!

Theresa

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