Den Morgen des 30. August 2019 lassen Alina und ich erst einmal gemächlich angehen. Ein paar andere Leute unserer Tour wollen einen Faultierpark besuchen, doch da wir am Tag davor schon vom Rafting aus zwei Faultiere gesehen haben, sparen wir uns das Geld und bleiben im Hostel, um Wäsche zu waschen. Ich nutze die Gelegenheit, um ein paar schöne Bilder von all den interessanten Pflanzen und den Gebäuden hier zu schießen.



Nach einem leckeren Lunch (Nachos mit Bohnen, Avokado und Käse überbacken) unternimmt die ganze Gruppe einen Ausflug zum Wasserfall la catarata de la fortuna. Der Eintritt kostet ganze 18$, doch der Ausblick, der sich uns schon nach ein paar Metern von einer Plattform auf den Wasserfall bietet, vertreibt jeden Gedanken an Geld.

Natürlich geben wir uns mit dieser Ansicht nicht zufrieden und steigen gut 500 Stufen hinunter zum Fuße des Wasserfalls. Dort unten (und das liegt nicht nur an dem steilen Abstieg) fehlt uns der Atem. 70 Meter stürzen die Wassermassen vor unserer Nase in eine Art Wasserbecken. Das ist wirklich sehr beeindruckend. Obwohl dabei sämtliche meiner Gliedmaßen zu Eis gefrieren, springe ich mit dem Rest der Gruppe in das Wasserbecken am Fuße des Wasserfalls.

Bei so einem Motiv und 11 Mädchen dauert es natürlich eine Weile, bis jeder sein perfektes Instragram-Bild geschossen hat, doch als alle zufrieden sind müssen wir alle 500 Stufen wieder nach oben klettern. Es gibt wohl auf dem Gelände noch einen Orchideengarten, aber leider hatte meine Gruppe keine Lust dazu, sich den noch anzuschauen.
Anschließend fahren wir zu einem Wasserloch, in das ein (sehr kleiner) Wasserfall mündet, in das man sich mit einem Seil, das von einem Baum hängt, hineinschwingen kann.
Auf dem Weg dorthin hält unser Busfahrer plötzlich ganz aufgeregt an, öffnet uns die Türen und wartet darauf, dass wir aussteigen. Und als ich sehe, was er meint, kann ich meine Kamera gar nicht schnell genug herausholen. Direkt am Straßenrand hängt, keinen Meter von uns entfernt, ein Faultier an einer Stromleitung und frisst gemütlich die Blätter des Baumes nebendran. Da war ich tatsächlich froh, dass ich am Morgen nicht mit in den Faultiergarten gegangen bin!


Übrigens: eines der typischen costa-ricanischen Gerichte nennt sich Casado und besteht aus Reis, Bohnen, Salat und Fleisch. Meistens wird Hähnchenfleisch verwendet, es gibt aber auch die Option mit Schweine- oder Rindfleisch bzw. Fisch. Das mag sehr ordinär klingen, doch tatsächlich schmeckt es unheimlich gut. Besonders Bohnen sind hier sehr lecker, ich mag sie vor allem als Mus.
Bohnen und Reis zu mögen ist eigentlich eine Grundvorraussetzung, wenn man nach Costa Rica möchte, denn es wird ständig gegessen – wenn man oft Sodas besucht und traditionell essen möchte. Es gibt sogar ein Frühstück mit Reis und Bohnen (und Kochbananen und Maistortillas, sehr lecker!), das ganze nennt sich Gallo Pinto.
Ich hoffe, dieser Tag hat euch gefallen, bis zum nächsten Mal!
Theresa
Oh ein Faultier. Das habe ich auch nicht gesehen. 😦
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