Am 31. August reißt mich der Wecker um 8:15 Uhr aus dem Schlaf. Heute fahren wir in ein Städtchen in den Bergen, das sich Monteverde nennt. Der Weg dorthin führt uns auch über den Arenal See, der in der Morgensonne wirklich sehr malerisch aussieht.
An unserem Ziel angekommen, ist es wegen der Berglage deutlich kühler als sonst in Costa Rica. Zuerst checken wir ins Hostel ein; unsere Unterkunft heißt El sueño, das bedeutet „der Traum“, aber traumhaft ist das Hostel nicht wirklich. Unser Guide Bryan zeigt uns auf einem kleinen Orientierungsspaziergang alle wichtigen Orte wie Bankautomaten etc. und führt uns danach, ein wenig Abseits der Stadt, zum Ficus Tree.
Das ist ein Baum, oder, laut Wikipedia, viel mehr eine Würgefeige. Dieser Baum hat sich vor vielen, vielen Jahren einmal um einen anderen herumgeschlängelt und umschlossen, bis dieser abgestorben ist, worauf sich im Inneren des Ficus Baumes ein Hohlraum gebildet hat.


Diesen Hohlraum kann man tatsächlich hinaufklettern, wenn er auch an manchen Stellen ziemlich eng wird. Hat man das geschafft, muss man oben durch ein Loch nach außen auf ein Geäst klettern, gute 20 Meter über dem Boden. Als ich oben ankomme denke ich, ich würde jeden Moment herunterfallen und meine Beine haben die Konsistenz von Pudding, aber ich habe es geschafft und es hat sich gelohnt! Die Sicht nach unten ist beängstigend und schön, doch am meisten beeindruckt mich, wie still es dort oben ist. Als dann auch noch plötzlich der Nebel aufkommt und zwischen den Bäumen hindurch wabert, verleiht das dem Ganzen noch einen ganz besonderen Charme. Und das beste: das Erlebnis war komplett kostenlos! Nur muss man wirklich wissen, wo man mach dem guten Stück suchen muss, denn wirklich ausgeschildert ist es nicht. Die Taxifahrer wissen aber, wo sie Touristen abliefern müssen, wenn man sie nach dem Ficus Tree fragt.
Nach diesem Erlebnis wartet schon der nächste Ausflug auf uns. Wir fahren zu einer Kaffeefarm, die sich Life Monteverde nennt. Dort gibt man uns eine kleine Tour vom Gelände und uns wird viel zum Anbau und der Verarbeitung von Kaffee erklärt. Interessant finde ich auch, dass wir auch mehr über die Arbeiter und deren Arbeitsbedingungen erfahren.



Am aller besten gefällt uns allem natürlich die anschließende Kaffeeverkostung. Jeder darf fünf verschiedene Tässchen Kaffee probieren, die alle Kaffee enthalten, der sich in der Brau- und Röstart und Art und Intensität des Geschmacks unterscheiden. Alle sind sehr lecker und geschmackvoll und ich kann mich gar nicht entscheiden, welchen ich am besten finden soll. Meine Top Drei waren definitiv „Light Roast“, „Honey Roast“ und „Natural Roast“, auch weil zum Beispeil die letzten beiden noch so eine süße bzw. fruchtige Note hatten, die ich bisher bei Kaffee gar nicht kannte oder noch nie probiert hatte. Wenn ihr also mal in der Nähe und Kaffee begeistert seid, würde ich euch eine Kaffee Tour sehr empfehlen, es lohnt sich!
An diesem Abend passiert nicht mehr viel. Wir gehen alle zusammen in einer Bar etwas essen und tanzen am Ende noch ein wenig auf der Tanzfläche zu Reggaetón bzw. Salsa, aber man kommt sich durch die Einheimischen, die wirklich unglaublich gut tanzen können, doch ein wenig eingeschüchtert vor. Trotzdem, gefällt mir die Musik sehr gut, das könnte man meiner Meinung nach ruhig auch mal in Deutschen Clubs spielen.
Liebe Grüße und ¡Pura Vida!
Theresa
Ein Kommentar zu “Tag 5 – Monteverde”