02. September. 05:35 Uhr. Der Wecker klingelt, laut, harsch und unerbittlich. Doch alles Jammern hilft nichts, also mache ich mich auf, um meine Sachen zu packen: es geht auf zum Strand nach Santa Teresa! Jedoch nicht vor einer fünfstündigen Bus- und Bootsfahrt. Santa Teresa liegt an der Pazifikküste in der Provinz Puntarenas, ca 150 km westlich von San José.
Nach der langen Fahrt sind alle ziemlich erschöpft. Die unglaublich hohe Luftfeuchtigkeit und die Hitze machen das auch nicht besser, vor allem, weil wir aus Monteverde noch eher kühle Temperaturen gewöhnt waren. Trotzdem freue ich mich unheimlich, endlich am Meer sein zu können. Alina und ich gehen am Meer spazieren und erkunden den Ort, der quasi nur aus einem ewig langen Schotterweg (das soll die Hauptstraße sein) entlang des Meeres besteht, an dem Läden, Hostels und Restaurant liegen. Mir gefällt aber die entspannte Atmosphäre, die im ganzen Ort herrscht.

Mit unserer Gruppe treffen wir uns abends am Strand, um gemeinsam den Sonnenuntergang anzuschauen, natürlich nicht ohne ein kühles Bier in der Hand. Das beliebteste costa-ricanische Bier ist übrigens das Imperial, das mir tatsächlich sehr gut schmeckt.


Danach gehen wir zusammen zu The Bakery, einer Art Bäckerei nicht weit von unserem Hostel, die aber nicht nur Backwaren, sondern auch sehr leckeren Café, Säfte und richtige Mahlzeiten anbieten. Dort gibt es an diesem Abend „All you can eat – Pizza“, also für einen bestimmten Preis so viele Pizzastücke, wie man essen kann. Zwar ist die Bakery nicht ganz billig, aber wunderschön eingerichtet und das Essen ist unheimlich lecker. Fünf riesige Pizzastücke und dem besten Stück Käsekuchen, das ich je gegessen habe, später bin ich sehr satt und zufrieden, wir gehen zurück in unser Hostel, unterhalten uns alle gemütlich am Pool und lassen den Abend schön ausklingen.
Am nächsten Tag, dem 03. September, kann ich endlich mal wieder ausschlafen. Alina und ich frühstücken sehr lecker in der Bakery und legen uns danach an den Strand. Es ist heiß und sonnig und die Wassertemperatur ist wirklich sehr angenehm und nicht zu kalt. Hier am Pazifik am Strand von Santa Teresa gibt es sehr hohe Wellen, was sich perfekt zum Surfen eignet. Dementsprechend finden sich einige Surfer im Wasser, ansonsten ist der Strand, bis auf ein paar weitere Touristen recht leer, was vielleicht auch daran liegt, dass momentan Nebensaison herrscht. Im Meer gibt es einige spitze Felsen auf dem Boden, die man durch das Wasser nicht immer sehen kann und so Schürfe ich mir ein wenig mein Bein auf, aber Indianer kennen ja bekanntlich keinen Schmerz.

Wir verbringen noch den ganzen Tag am Strand, nur unterbrochen von einem schnellen Lunch in der Bakery (wer hätte es gedacht). Ich genieße sehr, dass ich endlich mal genug Zeit habe, mein Buch zu lesen und mein Reisetagebuch auf Vordermann zu bringen.

Nach diesem entspannten Tag gehen Alina und ich allein in dem Restaurant Las Piedras essen. Es gibt ein Angebot mit Burger, Getränk und Pommes für 4500 Colones, also ca 7€. Mit einem Corona in der Hand genießen wir noch den Ausblick von unserem Balkon und genießen die angenehme Abendluft.
¡Pura Vida!
Theresa
The Bakery hat 4,5 Sterne bei Trip Advisor und wird von den Bewertenden sehr gelobt. Also wohl eine gute Wahl!
LikeGefällt 1 Person
Ja ist wirklich sehr gut!
LikeLike