Tag 12- Cerro Verde

Dieser wunderschöne Ausblick erwartetet uns am Morgen des 07. Septembers. Nach einer leider sehr kalten Dusche und einem schnellen Frühstück besteigt unsere ganze Gruppe gemeinsam den Vulkan Santa Ana, oder, auf indigener Sprache, Ilamatepec. (Das ist aber nicht der Vulkan, den man oben auf dem Bild sehen kann.) Zuerst mache ich mir ein wenig Sorgen, dass ich konditionsmäßig nicht mitkomme, aber diese Sorgen sind unbegründet. Es ist zwar schon anstrengend, aber sehr machbar. Ich hätte nicht gedacht, dass mir Wandern so viel Spaß machen würde! (Ich wandere nicht sehr oft, muss man dazu sagen.) Unsere Gruppe ist aber auch sehr gut drauf und entschlossen, schnell oben anzukommen. Auf dem Weg dorthin sind wir immer wieder beeindruckt von der wunderschönen Aussicht, die sich uns bietet. Nach gut zwei Stunden sind dann doch alle froh, endlich den Krater zu erreichen. Im Kater sieht man ganz unten sehr hellblaues Wasser, was sehr hübsch, aber auch surreal aussieht, und ziemlich toxisch riecht.

Die Aussicht auf die Gegend und die umliegenden Vulkane ist atemberaubend schön, wir sind wirklich sehr weit oben. Der Aufstieg hat sich richtig gelohnt. Von hier aus kann man sogar das Meer am Horizont sehen, so schmal ist El Salvador! Schaut auf dem unteren der folgenden Bilder mal genau auf den Hintergrund, da könnt ihr als blasse Linie den Beginn des Meeres sehen.

Der Abstieg geht deutlich schneller als der Aufstieg, ist dafür aber auch anstrengender für erschöpfte Oberschenkel, Knie und umknickende Fußgelenke. Unten angekommen, warten am Zaun schon massenhaft Touristen darauf, auch eingelassen zu werden. Unser Guide hat veranlasst, dass wir als Gruppe allein den Vulkan besteigen dürfen, ohne dass andere Touristen zeitgleich dort sind. Dafür mussten wir recht früh aufstehen und sicherlich auch ein bisschen mehr bezahlen, aber wenn ich mir die Besuchermassen anschaue, bin ich sehr froh, dass wir den Vulkan für uns hatten. Außerdem hatte das etwas ganz Persönliches, fast schon Magisches, allein mit meiner Gruppe dort oben zu sein.

Übrigens haben wir für den Aufstieg $45 bezahlt, inklusive Eintritt, Guide, etc.

Nach einer kleinen Stärkung in der Form leckerer Panini packt jeder seine Badesachen zusammen, denn wir fahren an den See ganz in der Nähe. Tatsächlich gehen wir nicht an einen öffentlichen Badestrand, sondern durch ein Privathaus hindurch in einen Garten, der wohl einem guten Freund des Zeltplatzleiters gehört. Der Garten ist wirklich wunderschön, sehr gepflegt und stufenartig angelegt hat er Zugang zum malerischen See. Wir legen uns ins Gras in die Sonne, müssen jedoch schnell in den Schatten umziehen, da es tatsächlich unerträglich warm wird. (Obwohl es abends auf dem Zeltplatz immer ziemlich kalt ist!) Natürlich kühlen wir uns auch im See ab, das Wasser ist herrlich angenehm, nur der Boden ist sehr schleimig und voller Schlick.

Bryan und John aus unserer Gruppe packen ihre (spärlichen) Deutschkenntnisse aus und bringen Alina und mich damit zum Lachen. Musik spielt, die Hunde des Besitzers balgen im grünen Gras- die Atmosphäre ist einfach schön.

Zurück im Camp erwartet uns schon das Abendessen: landestypische Pupusas, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Pupusas sind Tortilla- oder Maisfladen, deren Teig schon vor dem Braten bzw Backen mit Bohnen, Käse und Fleisch gefüllt wird – das ganze ist also mit eingebacken. Die Pupusas isst man mit Tomatensoße, einer Art Krautsalat und viel Salz. Generell isst man hier sehr salzig; Bryan, der ja quasi einheimisch ist, fragt immer noch extra nach mehr Salz. Die Pupusas schmecken mir aber tatsächlich sehr gut!

Nach diesem köstlichen Abendessen sitzen wir wieder alle zusammen am Lagerfeuer und lassen diesen wunderschönen Tag gemütlich ausklingen.

Que tenga un buen día y hasta mañana,

Theresa

4 Kommentare zu „Tag 12- Cerro Verde

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