!Bienvenidos! Das riesige Willkommensbanner markiert den Beginn des Rummels/ Volksfestes, das ich mit meiner AuPair Freundin Alicia und ihrer Gastfamilie besuche. Wir schlendern ein wenig herum, bevor Valeria, Alicias Gastkind, ungeduldig wird und uns Richtung Fahrgeschäfte zieht. Alicias Gastfamilie ist unheimlich nett, auch wenn sie nur aus der siebenjährigen Valeria und ihrer Mutter besteht. Auf lebhaftem Spanisch erzählt uns Valeria, welche Fahrgeschäfte sie unbedingt fahren möchte und ob wir nicht bitte, bitte mitfahren können. Erstaunt stelle ich fest, dass die Fahrpreise hier viel billiger sind als auf deutschen Volksfesten. Für eine Fahrt bezahlt man 1.200 Colones (1,90€) und für nur 7.500 Colones (11,90€) darf man alle Geschäfte so oft fahren, wie man möchte. Trotzdem geben wir uns damit zufrieden, Valeria zuzuschauen, wie sie Autoscooter, Karussell und Kinderachterbahn fährt. Vor jeder Attraktion ist eine lange Schlange, aber das stört mich gar nicht, weil ich mich so gut mit Alicia und ihrer Gastfamilie unterhalte. Es tut gut, sich mal wieder länger auf Spanisch zu unterhalten, da ich im Hostel hauptsächlich Englisch spreche.


Langsam verabschiedet sich die Sonne, lässt sich müde in der Ferne auf den Bergen nieder und zaubert damit einen wunderschönen Abendhimmel. Die unablässig bunt blinkenden Lichter der Fahrgeschäfte stehen dazu in schönem Kontrast.
Nach dem dritten Höllenritt, den Valeria begeistert bestreitet, trennen sich Alicia und ich von der Familie, um selbst ein bisschen herumzuwandern. Essensstände verkaufen Pupusas, Mais, Mango, Arroz con Pollo (Reis mit Hühnchen) und Berge von gegrilltem Fleischspießen. Wir wurden von Alicias Gastmutter davor gewarnt, hier zu essen, da die Hygiene teilweise zu wünschen übrig lässt. Im Endeffekt wäre uns wahrscheinlich nichts passiert, aber wir haben sowieso keinen großen Hunger und kaufen uns so nur ein paar Churros und Quarkbällchen.
Wir schlendern durch die Gänge, die sich mit immer mehr Menschen füllen, fahren aber nichts. Wir entdecken eine große Arena, in der anscheinend sogar Stierkämpfe stattfinden. Wir sind aber beide gegen Tierquälerei und wollen uns so auch nicht anstellen, um dem blutigen Spektakel beizuwohnen. Vor der Arena findet sich eine Gruppe junger Protestanten ein, die mit Plakaten und Megafonen gegen die Kämpfe protestieren.


Schließlich treffen wir wieder auf Valeria und ihre Mutter und feuern die beiden beim Autoscooter-Wettrennen an. Nach einer Weile werden meine Füße jedoch immer platter und meine Augenlieder immer schwerer und so verabschiede ich mich langsam.
Trotzdem hatte ich einen sehr schönen Tag und fand es sehr interessant, mal einen costa-ricanischen Rummel zu sehen!
¡Ciao!
Theresa
Du bist gar nichts gefahren? Bei den Preisen? Nicht mal ein Versuch an der Wurfbude oder beim Hau-den-Lukas? 😉
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Diese Attraktionen gab es tatsächlich gar nicht! Eher Achterbahn-Action!
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