Mädelswochenende in Manuel Antonio

Am Freitag, dem 6. Dezember frühstücke ich entspannt im Selina Hostel in San José, in dem meine Freundin Emma aus Deutschland grade bleibt, weil sie mich für ein paar Wochen besucht. Ich esse leckeren Gallo Pinto, danach packen wir unsere Backpacks und rufen uns ein Uber zur Busstation Tracopa, denn dieses Wochenende haben wir vor, einen kleinen Ausflug nach Manuel António an die Pazifikküste zu machen. Den Blogpost zu dem letzten Mal, als ich dort war, verlinke ich euch mal hier.

Unser Frühstück

Emma und ich fahren also mit dem öffentlichen Bus um 13:15 Uhr los, doch aus den drei Stunden, die man normalerweise fährt, werden durch viel Verkehr und Stau schnell fünf. Dementsprechend werden wir von Dunkelheit begrüßt, aber zum Glück von ziemlich gutem Wetter, denn in San José war es die letzten Tage eher frisch und ein wenig verregnet. Wir gehen erstmal einkaufen, bevor wir in das Selina Hostel einchecken und uns dort in der Gemeinschaftsküche Nudeln und Tomatensoße kochen- ein richtiges Backpackeressen eben. In der Küche treffen wir zwei deutsche Mädels, die auch nach dem Abi reisen und unterhalten uns noch den ganzen Abend mit ihnen.

Am nächsten Morgen, am Samstag, dem 7. Dezember, frühstücken Emma und ich grade, als drei weitere Freundinnen von mir ankommen, die ich in Costa Rica kennengelernt habe. Zu fünft werden wir uns ein richtig schönes Mädelswochenende machen- genau sowas brauche ich auch grade!

Wir beschließen, uns die Bikinis und Kameras zu schnappen und den Manuel António Nationalpark zu besuchen. Das hatte ich ja das letzte Mal leider nicht geschafft. Der Park ist sehr schön grün, wir sehen einen kleinen Wasserfall, tausende Krebse, einen Affen und ein interessantes Tier, von dem keiner von uns je gehört oder gesehen hat. Leider ist das Bild ein wenig unscharf, aber trotzdem wollte ich es gern mit euch teilen. Wir haben uns entschieden, ohne Guide durch den Park zu gehen, auch wenn man mit bestimmt viel mehr Tiere gesehen hätte. Für den Eintritt haben wir übrigens $16 bezahlt.

Da es an diesem Tag wirklich unerträglich heiß ist, sind wir alle mehr als froh, als wir endlich an dem wunderschönen Strand des Nationalparks ankommen, zu dem auch nur Besucher Zutritt haben. Sofort springen wir ins angenehm kühle Nass und ich muss sagen, dass dieser Strand fast noch schöner ist, als der Hauptstrand im Ort Manuel António. Die Wellen sind nicht so hoch und er befindet sich in einer kleinen Bucht, die sehr idyllisch wirkt. Trotzdem sind viele Besucher da, aber das stört uns nicht, die meiste Zeit sind wir sowieso im Wasser oder schießen Fotos von den Affen, die als kleine Besucher den Strand aufsuchen.

Nach ein paar Stunden treibt uns schließlich der Hunger und der allmählich drohende Sonnenbrand aus dem Wasser und dem Park in Richtung eines schattigen Restaurants am öffentlichen Strand des Örtchens Manuel António. Nach fünf leckeren Burgern gehen fünf sehr satte Mädchen noch eben für den Abend einkaufen und schleppen sich dann den kurvigen Berg hinauf zum Hostel. Heute Abend wollen wir ein wenig feiern gehen, doch bei fünf Mädchen, einer Dusche und einem Spiegel dauert es dementsprechend eine Weile, bis sich alle geduscht und fertig gemacht haben. Wir setzen uns auf die wunderschöne Dachterrasse, quatschen und trinken Bier und Wein, bevor wir uns ein paar Stunden später noch Cocktails an der Bar genehmigen. Im Selina Hostel ist an diesem Abend eine Party und so tanzen wir noch ausgelassen, auch wenn der harte Kern, der bis zum Schluss bleibt, nur noch aus zwei von uns besteht.

Nach viel zu wenigen Stunden Schlaf stehen wir am Sonntag, dem 8. Dezember viel zu früh auf, weil wir ja bis 11 Uhr aus dem Hostel auschecken müssen. Trotzdem hüpfen wir danach noch schnell in den Pool, bevor wir sehr lecker Pizza essen gehen und voll bepackt nach unten an den Strand laufen. Dort suchen wir uns ein schattiges Plätzchen und während ein paar von uns, noch lädiert von de gestrigen Nacht, im Schatten dösen, mache ich mit der anderen Hälfte noch Bilder im Wasser und reite auf den unglaublich hohen Wellen.

Gegen halb fünf gehen wir an die Busstation, doch leider sind in keinem der folgenden Busse noch Sitzplätze frei. Dummerweise hatten wir noch keine Rückfahrtickets gekauft und so müssen wir leider im Gang stehen bzw sitzen. Je später es wird, desto horizontaler wird auch meine Lage und nach zwei Stunden Fahrt döse ich auf dem Boden im Gang. Es wird recht spät, als wir ankommen, aber trotzdem wartet noch eine Überraschung auf mich: Bryan, mein Tourguide und Freund von meiner Reise durch Zentralamerika ist diese Nacht in San José und so kann ich mit ihm noch ein wenig quatschen, bevor ich auch todmüde ins Bett falle.

Übrigens hat meine Freundin Emma aus Deutschland auch einen Blog, auf dem sie von ihren eigenen Abenteuern berichtet! Schaut mal vorbei, ich verlinke euch den Blog hier.

Das Wochenende war wirklich wunderschön, erholsam und ich hatte jede Menge Spaß, Lachanfälle und sonnengerötete Wangen. Ich hoffe, ihr hattet ein genauso schönes Wochenende und bei euch ist ein wenig mehr Weihnachtsstimmung aufgekommen als bei mir in der Hitze!

¡Pura Vida!

Theresa

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten