Am Morgen des 20. Septembers gibt es für mich ein desayuno típico – ein typisches Frühstück, das aus Tortillas, Bohnenmus, Käse, Früchten und Kochbananen besteht. Das schmeckt mir unheimlich gut!

Alina und ich gehen danach Tuben. Das ist eine weitere Tour, die die Zephyr Lodge anbietet und die folgendermaßen aussieht: wir werden mal wieder auf einen Transporter verladen und nach kurzer Fahrt kommen wir am Ufer eines Flusses an, auf dem wir in Tubes, also in großen Schwimmringen entlang treiben. Die Sonne scheint auf uns herunter, jeder hat ein Bier in der Hand und man kann die Seele baumeln lassen. Es gibt nur sehr wenige Stromschnellen, die aber harmlos sind und nur manchmal muss man ein wenig mit den Armen paddeln, um in der Mitte des Flusses zu bleiben und nicht in Bäumen hängen zu bleiben.
Nach einer kleinen Weile machen wir ein einem kleinen Hostel direkt am Flussufer Halt. Dort könnte man Mittagessen oder mehr Bier kaufen, doch wir spielen stattdessen lieber alle zusammen Beachvolleyball, was trotz der prallen Sonne viel Spaß macht. Um uns abzukühlen springen wir danach ins Wasser, es gibt auch ein Seil, an dem man schwingen kann, und ein Sprungbrett. Unser Guide, der das Tubing beaufsichtigt und das Bier verwaltet, ist ziemlich verrückt und lebensmüde, klettert er doch einen sehr krummen, instabilen Baumstamm hinauf, nur um dann mit ausgelassenem Geschrei und Gelächter mitten aus dem dichten Geäst ein paar Meter tief ins Wasser zu springen.
Dann treiben wir noch ein Stückchen weiter auf dem Fluss und als wir an unserem Ziel ankommen, springen wir noch zum Abschluss von einer Hängebrücke ins kühle Nass. (Die befindet sich aber nur 2-3 Meter über der Wasseroberfläche.)
Zurück im Hostel gehen wir direkt mit allen in den Pool, trinken gegen Abend einen Cocktail und ich genehmige mir einen „Crispy Chicken and Bacon Wrap“, von dem ich danach noch Tage lang Träume. Danach geschieht nicht mehr viel spannendes, wir sind von der Sonne, dem Wasser und dem ganzen Entspannen ganz müde und fallen bald ins Bett.

Bevor ich mich verabschiede, möchte ich aber noch ein wenig über unser Hostel, die Zephyr Lodge, berichten. Wir haben Betten im Basic Schlafsaal gebucht, doch die Schlafsäle sind wirklich sehr hübsch, die Betten bequem und für ca 13€ pro Nacht ist die Location wirklich zu schön! Es gibt natürlich auch andere Optionen wie Einzelzimmer etc. Die Duschen und Toiletten teilt man sich mit den anderen Schlafsälen, doch jede Kabine ist zur Seite des Waldes hin offen, also sodass die Wand nur halbhoch ist und man beim duschen romantisch ins Freie schauen und die Aussicht genießen kann. Und keine Angst, dort sind keine Wege, Häuser etc., von denen aus man hineinschauen könnte. Was mir außerdem sehr gefällt sind natürlich der Pool und die Atmosphäre. Hier hat jeder Lust, andere kennenzulernen und Zeit mit einander zu verbringen – das könnte auch ein wenig an der schlauen Strategie des Hostels liegen, nach 8 Uhr das Wlan auszuschalten und ihre Gäste mit Happy Hours oder Bier aufs Haus aus den Schlafsälen zu locken. Das Restaurant des Hostels ist außerdem auch sehr lecker, was wichtig ist, da das Hostel ein wenig außerhalb von Lanquin liegt und man sich nicht mal so eben woanders Essen beschaffen kann und es keine zugängliche Küche gibt. Dadurch kann man sich aber ganz darauf konzentrieren, abzuschalten, andere Leute kennenzulernen und natürlich Semuc Champey zu besuchen. Alles in allem kann ich das Hostel sehr empfehlen, zumal wir nur durch Hörensagen darauf aufmerksam gemacht wurden, da die Lodge glaube ich nicht auf Booking.com etc vertreten ist.




¡Hasta mañana!
Theresa
Wow, das Hostel ist wirklich traumhaft gelegen. Und Tubing würde ich auch gerne mal machen, hört sich ziemlich chillig an!
LikeGefällt 1 Person