Tage 16 und 17 – Antigua und Panajachel

Den Morgen des 13. September gehen wir alle erstmal gelassen an. Wir gehen spät frühstücken in dem Café Y tu piña también, danach geben Alina und ich unsere Wäsche zur Wäscherei. Heute ist ein Ab- Bzw Anreisetag. Die Tour ist nämlich noch nicht ganz zu Ende, je nach dem, was man gebucht hat. Das wussten viele unserer Gruppe nicht, aber die Tour ist in zwei Hälften aufgeteilt. Die erste Hälfte geht von San José, Costa Rica nach Antigua Guatemala und die zweite Hälfte von dort bis nach Playa del Carmen, Mexico. Es gibt also einige, die nur die erste Hälfte dabei sind, wie Alina und ich, andere, die nur die zweite Hälfte machen, die heute zur Gruppe dazu stoßen. Doch viele bleiben dabei und machen die ganze Tour. Bryan wird übrigens auch nicht weiterhin deren Tourguide sein, es wird ein neuer kommen. Die neue Gruppe wird aber erst morgen weiterreisen, das heißt, wir können den Tag heute noch mit ihnen verbringen. Außerdem sieht man heute in Antigua ganz viele Gruppen und Vereine, die sich auf den bevorstehenden Unabhängigkeitstag vorbereiten. Da werden Läufe, Umzüge, Paraden und Musikstücke geprobt, ich fühle mich wie in einem Wimmelbuch für Kinder.

Gegen Mittag wollen sich ein paar Leute aus der Gruppe tätowieren lassen und wir schauen ein wenig zu. Die Ergebnisse sehen wirklich gut aus! Danach wollen Alina und ich zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt laufen. Leider ist es schon ca. 16 Uhr und Bryan rät uns davon ab, das nachmittags zu machen, zumal es bald dunkel werden wird. Also verschieben wir das ganze und gehen stattdessen mit Bryan und Maddie Nachos Bzw Pizza essen. Und ich bin wirklich froh, nicht zum Aussichtspunkt gelaufen zu sein, da es ein paar Minuten später anfängt zu schütten und auch nicht mehr aufhört.

So sind wir ziemlich voll gegessen und bleiben abends im Hostel, während der Rest der Gruppe auf den Neuzugang und den neuen Guide trifft und sie gemeinsam essen gehen. Derzeit sitzen Bryan, Maddie, Alina und ich beisammen und reden über Gott und die Welt, eben die Art von Gesprächen, die man nur abends und nur mit guten Freunden führen kann. Ich werde die beiden wirklich vermissen! (Maddie macht übrigens die ganze Tour, das heißt sie wird morgen mit den anderen abreisen, während Alina und Bryan und ich eine andere Route einschlagen werden.)

Am Morgen des 14. Septembers stehen Bryan, Maddie, Alina die und ich früh auf, um zu dem Aussichtspunkt Santa Cruz zu laufen, da wir das ja gestern nicht geschafft haben. Der Aufstieg ist nicht sehr anstrengend und oben angekommen hat man einen atemberaubenden Ausblick auf Antigua und die umliegenden Vulkane.

So schön dieser letzte Ausflug auch war, zurück im Hostel müssen wir uns von Maddie verabschieden, was mir ziemlich schwerfällt. Sie ist so eine inspirierende und starke Person, ich werde sie so schnell sicher nicht vergessen!

Denn gegen Mittag fahren Alina und ich weiter nach Panajachel. Bryan begleitet uns, da er jetzt ja kein Tourguide mehr ist und ein paar Tage Urlaub hat. Wer es noch nicht mitbekommen hat: nachdem unsere geführte Tour mit G Adventures gestern geendet hat, haben Alina und ich noch ca 10 Tage Zeit, Guatemala allein zu entdecken.

Panajachel ist ein Ort am Lago Atitlán, der zweitgrößte See des Landes und liegt in der Bergregion im Südosten. Viele Reiseführer bezeichnen ihn als einer der schönsten Seen der Welt. Um den See herum liegen ein paar Vulkane und viele kleine Dörfer, die wir entdecken wollen.

Als wir nachmittags ankommen, laufen wir ein wenig herum, um die Umgebung kennenzulernen. Dann setzen wir uns zusammen auf einen Steg direkt am Wasser und genießen die Aussicht und die Atmosphäre. Panajachel ist nicht unbedingt ein schöner Ort, aber der See dafür umso mehr.

Abends essen Alina und ich Tortillas und gehen dann mit Bryan auf eine Beachparty direkt am See. Die Location ist wunderschön und auch wenn nicht viele Leute da sind, herrscht eine Bombenstimmung. Wir tanzen und unterhalten uns gut und schauen uns um Mitternacht das wunderschöne Feuerwerk über dem See an, denn der 15. September ist der guatemaltekische Unabhängigkeitstag.

Alles in allem war das ein wunderschöner Tag und ich freue mich schon sehr auf die nächsten Tage hier am See. Übrigens ist unser Hostel wieder einmal ein Selina Hostel, dort kosten die Betten in den Schlafsälen nicht viel und Alina und ich haben noch keine Zimmergenossen, sodass wir das Zimmer und das dazugehörige Bad noch ganz für uns haben!

Theresa

2 Kommentare zu „Tage 16 und 17 – Antigua und Panajachel

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