Am Morgen des 12. Septembers holen wir alle unser in einem Café vorbestellten Frühstück ab und setzten und dann in unseren Bus, um nach Antigua in Guatemala zu fahren. Die Fahrt ist zwar immer noch lang, aber schneller als gedacht. Normalerweise sind viele Baustellen und Stau um Antigua herum, doch wir kommen ganz gut durch. Auch an der Grenze verläuft alles nach Plan und ich freue mich sehr über einen neuen Stempel in meinem Reisepass. Antigua heißt „alt“ auf Deutsch. Die Stadt wird auch oft Antigua Guatemala genannt, also „altes Guatemala“. Das rührt daher, dass Antigua früher einmal die Hauptstadt von Guatemala war. Heute ist das Guatemala City. So wirklich kreativ sind die Guatemalteken mit den Namen für ihre Hauptstädte also nicht.
Leider ist heute der letzte Tag mit unserer Gruppe, der letzte Tag unserer geführten Reise mit G Adventures.
In Antigua werden wir im Lemontree Hostel übernachten, das wirklich hübsch ist. Es hat einen Innenhof mit vielen Sitzmöglichkeiten, einem alten Flugzeug und einem alten VW Bus, die dort herumstehen. Die Schlafsäle sind dafür recht spärlich eingerichtet, aber das ist okay. Die Einzel- Bzw Doppelzimmer sind hübscher. (Bryan, unser Guide, bekommt immer ein Einzelzimmer, daher weiß ich das.)
Dann geht es auf Entdeckungstour in Antigua! Die Stadt gefällt mir auf anhieb sehr und ist genauso wie ich sie mir vorgestellt habe: mit vielen bunten Häusern, alten Steinstraßen und hübschen Kirchen – eine echte Kolonialstadt eben! Anscheinend ist es Tradition, jedes Jahr zum Jahreswechsel sein Haus neu zu Streichen, um (buchstäblich) einen Tapetenwechsel, einen neuen, frischen Start zu haben. Dabei ist aber eine bestimmte Farbpalette vorgegeben, da Antigua eben eine Kolonialstadt ist. Demnach ist hier alles sehr bunt. Ein wenig erinnert Antigua mich damit an Suchitoto in El Salvador, nur das Antigua viel größer, touristischer und vor allem belebter ist.



Auch kulturell ist hier viel zu entdecken. Alle guatemaltekische Frauen laufen mit traditioneller, bunter Kleidung herum, tragen ihre Waren auf den Kopf oder verkaufen Souvenirs. Außerdem spielt sich viel in dem zentralen Stadtpark ab, sowohl Touristen als auch Einheimische tummeln sich um den Brunnen. An jeder Ecke findet man Touristenshops und Läden, in denen Jade verkauft wird. Jade findet man viel in Mittelamerika und spielt eine große Rolle, heute wie damals. Für die Maya symbolisierte der Stein Leben, Fruchtbarkeit und Macht. Außerdem gibt es in diesen Jade Läden oft ein Buch, in dem man durch dem Maya Kalender herausfinden kann, welches Tier sein Sternzeichen Bzw Seelenverwandter ist und was das über einen aussagt. Im Anschluss kann man dieses Tier in den Läden als Jadestein in Form von Schmuck kaufen. Das ganze geht nach Geburtsdatum und ich gehöre mit dem 06.06.2001 laut Buch zur Spinne. (Spinnen sind so ziemlich die einzigen Tiere, die ich überhaupt nicht leiden kann, also habe ich mich darüber sehr gefreut.) Meine Charakterbeschreibung dazu passt ganz gut, aber der Kalender rät mir, Anwalt oder Wissenschaftler zu werden und das interessiert mich leider überhaupt nicht! Demnach kaufe ich mir keine Spinne aus Jade.

Bryan führt uns auf dem Orientierungslauf, den er in jeder Stadt mit uns macht, ein wenig herum und zeigt uns den riesigen, bunten Markt. Dahinter ist der Stellplatz von den Bussen. Ich weiß nicht, ob ich das schonmal erwähnt habe, aber in Zentralamerika gibt es viele alte, amerikanische Schulbusse, die vom Staat ausrangiert und von Privatpersonen aufgekauft wurden. Diese Privatpersonen pimpen die Busse dann ein wenig auf – zumindest äußerlich- und stellen diese dann als öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung. Nur wird man vor diesen Chickenbussen sehr gewarnt, da sie zwar schick aussehen, aber unsicher, technisch nicht einwandfrei und deswegen häufig in Unfälle verwickelt sind. Hier in Guatemala sehen wir sie haufenweise und besonders in Antigua hinter dem Markt.


Wir stöbern ein wenig in den Souvenirshops und ich finde ein wunderschönes Gemälde mit tollen leuchtenden Farben. Ich habe nämlich angefangen, in jedem Land in das ich Reise, ein Gemälde zu kaufen. Daheim in Deutschland habe ich eine Weltkarte, auf der man freikratzen kann, in welchen Ländern man schon gewesen ist. Mein Plan ist, diese Karte in die Mitte zu hängen und darum herum all meine gesammelten Gemälde aus den Ländern, um so immer wunderschöne Erinnerungen zu haben!

Danach duschen wir und treffen unsere Gruppe im Bigfoot Hostel, das sehr gutes Essen und vor allem eine Cocktail Aktion und ein Beerpong Turnier anbietet! Meine Quesadillas sind sehr lecker und die Stimmung ist wirklich ausgelassen. Für das Beerpong Turnier bilden wir Zweierteams und wir spielen sowohl gegen Einheimische und andere Touristen, als auch gegen Teams aus unserer Gruppe. Alina und ich sind tatsächlich gar nicht so schlecht, doch am Ende gewinnen tatsächlich Chris und Beth aus unserer Gruppe, was niemand erwartet hätte! Der Preis sind ganze $150! Demnach ist die Stimmung ausgelassen und angetrunken und wir feiern den Sieg in dem Club la Sala. Der Abend ist wirklich wunderschön und ich habe das Gefühl, dass es uns wirklich zusammen schweißt. Schade nur, dass sowas immer am letzten Abend passiert!
Alle fallen spät in der Nacht ins Bett und ich bin wirklich glücklich, das war ein wunderschöner Tag!
Hasta mañana!
Theresa
Was zum Teufel ist Beerpong? Hört sich jedenfalls lustig an.
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https://de.m.wikipedia.org/wiki/Beer_Pong schau da einfach mal vorbei da ist es gut erklärt!
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