24. September. An unserem letzten Tag genehmigen Alina und ich uns ein wenig Zeit zum Ausschlafen und treffen uns dann mit Bryan, der sogar schon im Fitnessstudio war. Wir frühstücken lecker und gesund im Café Samsara, in dem es vor allem orientalische Köstlichkeiten gibt.
Im Hostel packen Alina und ich schon mal unsere Backpacks und checken in unseren morgigen Flug ein. Dann ziehen wir noch ein wenig durch Antigua, schießen viele Bilder und genießen die wuselige Atmosphäre der kleinen, bunten Stadt. Wir gehen außerdem auf den Markt, wo Alina viele Souvenirs für Freunde kauft.



Um Vier Uhr machen wir beide uns auf dem Weg zum Tattoo Studio „Tattoo Paradise Antigua“, denn dort habe ich einen Termin! Nicht, um mich zu tätowieren (keine Sorge, Mama), sonder um mir ein Piercing stechen zu lassen! Mit dem Gedanken habe ich schon länger gespielt, vor allem, als vor ca zwei Wochen die anderen aus unser Gruppe hier tätowiert und gepierct wurden. Der Laden hat sehr gute Bewertungen und der Piercer Luis ist wirklich sehr nett. Er berät mich gut und arbeitet sehr ordentlich und hygienisch. Das Stechen tut nicht annähernd so weh, wie gedacht und als er danach die Wunde säubert und den Piercing einsetzt, ist dieses Gefühl fast unangenehmer. Ich kaufe außerdem noch eine von dem Piercer speziell angefertigte Seife zum Reinigen und bezahle insgesamt 250 Quetzales, was ungefähr 30€ entspricht. Ich bin so zufrieden und kann gar nicht aufhören, mein Ohr im Spiegel zu betrachten.


Übrigens, als kleiner Spoiler im Hinsicht auf das Piercing: auch in den Wochen danach hatte ich gar keine Probleme damit, es hat sich nichts entzündet und nach einem Monat kann ich auch wieder auf dem Ohr schlafen, ohne dass es wehtut. Der Piercer Luis hat sich außerdem auch öfter über WhatsApp erkundigt, ob alles damit in Ordnung ist und ob ich Fragen habe, ich kann ihn also nur empfehlen.
Nach diesem aufregenden Termin spielen Alina und ich noch ein bisschen Billard und gehen gegen Abend mit Bryan essen. Ich esse einen Falafel Wrap, der sehr lecker ist, und wir genehmigen uns ein Weinchen. Wir unterhalten uns sehr gut und entscheiden uns, danach noch in eine Bar zu gehen, in der es lokalen, rauchigen Tequila gibt, der sehr interessant schmeckt. Außerdem gibt es in der Bar heute einen Salsa Abend, also schwingen wir noch ein wenig das Tanzbein und feiern unseren letzten gemeinsamen Abend, den letzten Abend unserer Reise.
Ich kann und will es immer noch nicht glauben. Noch nie habe ich in 30 Tagen so viel Neues und Unglaubliches gesehen und erlebt, so viele Leute kennengelernt, neue Gerichte probiert, so viele amerikanische Schulbusse gezählt (insgesamt waren es 521, die Alina und ich gezählt haben). Ich habe mein Herz verloren an all die wunderschönen Landschaften, das Spanisch, die neuen Kulturen, all die inspirierenden Menschen, die ich treffen durfte, das gute Essen und an den Menschen, der ich auf der Reise war oder geworden bin. Die Einstellung der Einheimischen, einfach mal loszulassen, die Dinge auf sich zukommen zu lassen, alles zu nehmen, wie es kommt und trotzdem oder gerade deswegen zu leben und glücklich zu sein, hat ein großes Stück auf mich abgefärbt. Rückblickend würde ich alles genauso wieder machen, auch wenn manchmal nicht alles glatt lief oder so wie geplant.
Außerdem möchte ich DANKE sagen, an all die Menschen, die mich unterstützt haben, sowohl finanziell, als auch mental oder aktiv beim langwierigen Kofferpacken vor oder bei Problemen auf der Reise. Danke an Alina, du warst die beste Freundin, mit der ich die Reise hätte machen können und ich bin so so froh, dass wir dieses Abenteuer zusammen erlebt haben! Danke an meine Familie und Freunde! Thank you to Bryan and Maddie, I am incredibly grateful for meeting you and I will keep you in my heart!
Danke an alle, die an mich geglaubt haben, die geglaubt haben, dass ich das schaffe, auch wenn ich noch jung und ein Mädchen bin, das (fast) allein durch Zentralamerika reist!
Abschließend möchte ich nur noch sagen und den ein oder anderen daran erinnern, dass Reisen wunderschön ist und es einen in jeder Hinsicht zu einem besseren Menschen macht. Man muss sich einfach trauen, seine Träume zu verfolgen und Ziele zu erreichen, egal was andere sagen!
Ich für meinen Teil bin bereit für das nächste Abenteuer! Wie das aussieht und wie es mir aktuell so geht werde ich im nächsten Post berichten! Bis dahin: ¡PURA VIDA!
Theresa
Gut zu hören, dass du reicher in dich selbst zurückgekehrt bist. So muss eine Abenteuerreise sein.
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Ja genau! Ich freue mich schon auf die nächste!
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Ich verfolge deinen Blog mit grossem Interesse. Toll, dass du/ihr so viel gesehen und erlebt habt. Freue mich schon immer auf den naechsten Beitrag Weiter so! Buena suerta y pura vida! Elke.
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Vielen Dank, das freut mich sehr! Liebe Grüße!
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