17. September. 06:20 Uhr. Nach nur 4,5 Stunden Schlaf lässt der Wecker meine schönen Träume zerplatzen. Wir müssen früh aufstehen, weil wir dummerweise gestern vergessen haben, an der Rezeption unser Shuttle für heute zu buchen. Wir wollen nach Lanquín, das gute acht Stunden von hier entfernt liegt. Das Shuttle würde um acht Uhr abfahren und wir hoffen, noch Plätze zu bekommen. Leider werden wir enttäuscht, die Rezeptionistin und auch das nahegelegene Busunternehmen können uns nicht helfen. Es wären nur noch windige Klappsitze ohne Rückenlehne verfügbar, auf die wir aber angesichts der langen Fahrtzeit verzichten.
So haben wir also plötzlich noch einen weiteren Tag in Panajachel. Also machen wir das Beste daraus und frühstücken gemeinsam. Im Hostel waschen wir ein paar Sachen und entspannen dann am Pool. Heute kochen wir unser Mittagessen selbst: es gibt spektakuläre Nudeln mit Tomatensoße, die aber sehr lecker sind. Bryan bringt von seinem Spaziergang Kuchen mit als Nachtisch. Nach dem Essen gehen Alina und ich zur Beachbar des Selina Hostels, das ca 3 Minuten entfernt am See gelegen ist. Dort trinken wir eine Cola, genießen dem Wunderschönen Ausblick und schreiben in unsere Reisetagebücher, die wir mitgenommen haben. Die Atmosphäre ist sehr gemütlich und inspiriert mich, viel zu schreiben.



Abends treffen wir uns wieder mit Bryan zum Pizzaessen und danach schauen wir im Movie Room noch einen Film. Dann wird nur noch alles zusammen gepackt und geschlafen, schließlich haben wir morgen eine laaange Fahrt vor uns.
Am Morgen des 18. Septembers reißt mich der Wecker wenigstens zurecht aus dem Schlaf, denn heute fahren wir endlich nach Lanquín! Davor frühstücken wir noch schnell im Selina Hostel (ich habe sehr leckere Schoko-Pancakes). Im Bus ist alles sehr gequetscht, der Typ neben mir macht sich ziemlich breit. Es werden ELF Stunden Fahrt angekündigt. Wir machen zwei Pausen, ich verbringe die Zeit mit schlafen, Filme schauen und lesen, wobei nichts davon wirklich möglich ist, weil die Straßen so holprig und kurvig sind. Mit anständigen Straßen hätte man die Distanz auch locker in der Hälfte der Zeit zurücklegen können. Im Endeffekt sind es dann sogar zwölf Stunden Fahrt, bis wir endlich in Lanquín ankommen.
Für das letzte Stück zu unserem Hostel, der Zephyr Lodge, werden wir und unsere Backpacks auf der Ladefläche eines Transporters abgestellt bzw herumgeschmissen. (Die Straßen sind immer noch eher Feldwege). Aber als wir endlich ankommen, werden wir mit einem Bier aufs Haus begrüßt, was die Stimmung gleich wieder hebt. Wir treffen auf drei sehr nette Iren, mit denen wir uns gut unterhalten. Lange hält aber keiner von uns durch und gegen zehn liegen wir alle in den Schlafsaal Betten und versuchen einzuschlafen, wenn auch unter, sagen wir, erschwerten Bedingungen.
!Hasta mañana!
Theresa
In der Zeit können wir von zu Hause bis Barcelona fahren (1300 km). Ihr seid (laut Google Maps) gerade mal 390 km weit gekommen. Mal sehen, ob es sich gelohnt hat?!
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Ja, das war wirklich sind sehr lange Fahrt!
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