Backpacking in Zentralamerika- Packliste

Einen Monat durch Zentralamerika backpacken. Was nimmt man da mit? Diese Frage habe ich mich auch gestellt und war am Anfang ein wenig ratlos. Am Ende habe ich mithilfe des Internets, eigenen Ideen und Ratschlägen anderer eine ganz ordentliche Packliste zusammen gestellt. Heute möchte ich euch zeigen, was ich alles dabei hatte, was sich als nützlich erwiesen hat und was mir gefehlt hat.

Fangen wir am besten bei meinem Rucksack an. Ich musste mir keinen neuen kaufen, da ich den alten Backpacker Rucksack von meiner Mama haben konnte, der auch noch in gutem Zustand war. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, ist er von der Marke Berghaus und hat zwei Fächer. Einmal das große oben und noch ein kleines unten. Diese Fächer kann man aber auch zu einem großen Fach machen. Außerdem hat er noch eine kleine Tasche ganz oben auf dem „Deckel“, was ganz nützlich ist, wenn man schnell an Dinge herankommen muss. Insgesamt war ich mit dem Rucksack zufrieden, aber ich habe auch bei anderen Reisenden praktischere Modelle gesehen, die man zum Beispiel ganz aufzippen kann. Ich denke, bei der Wahl des Rucksacks muss jeder selbst herausfinden, was für sich das beste ist, nur wichtig ist vor allem, dass auch der Rucksack an sich leicht ist, um möglichst viel Gewicht zu sparen. Generell empfehle ich auch, den Inhalt nochmal in kleine Täschchen o.Ä. zu packen, damit es im Rucksack ein wenig geordneter ist und man seine Sachen schneller findet.

Taschen und Rucksäcke
  • Tagesrucksack
    • Mein Tagesrucksack war einfach ein alter Schulrucksack von mir. Alina hat einen Wanderrucksack genommen, der sicherlich qualitativ besser war, aber meiner war einigermaßen wasserabweisend, bequem und war vor allem alt, sodass es nicht schlimm war, als er dreckig geworden ist oder eingerissen etc.
  • Brustbeutel
    • Außerdem hatte ich eine Art Bauchtasche, ein EastPack, in dem ich meine wichtigsten Wertsachen immer bei mir am Körper getragen habe und das ich quasi nie abgelegt habe. Das würde ich vor allem in größeren Städten Südamerikas sehr empfehlen.
  • Wäschesack
  • Regenschutz für den großen Rucksack
    • den habe ich aber tatsächlich nicht gebraucht, weil der Rucksack sowieso meistens im Hostel stand und ich nie längere Strecken damit durch den Regen laufen musste.
Dokumente und Wichtiges
  • Reisepass (Gültigkeit überprüfen!)
  • Geld und Kreditkarte
    • Natürlich ist es empfehlenswert, Landeswährung in Bar dabei zu haben, in vielen touristischen Gegenden kann man mittlerweile aber auch mit Karte oder Dollar bezahlen. Erstens kann man sich darauf jedoch nicht immer verlassen und zweitens nehmen einige Geschäfte dann einen viel schlechteren Wechselkurs, sodass ihr im Endeffekt mehr bezahlt.
  • Flugticket
  • Krankenversicherungskarte
  • Kopien und/oder Fotos von allen wichtigen Dokumenten
Technik
  • Meine Kamera und mein Teleobjektiv inkl. Schutztaschen
    • Ich habe lange überlegt, ob ich meine Spiegelreflexkamera überhaupt mitnehmen soll, aus Angst, sie würde mir geklaut werden oder kaputt gehen. Aber ich bin so froh, dass ich sie mitgenommen habe! Ich hätte es sehr bereut, wenn ich es nicht getan hätte. Es gab einfach zu schöne Orte, die ich einfangen wollte und ich fotografiere auch sehr gern. Natürlich habe ich sie immer im Hostel eingeschlossen, wenn ich sie einen Tag mal nicht gebraucht habe und in großen Städten darauf geachtet, sie immer nur schnell für ein Foto herauszuholen, sie dann wieder einzupacken und nicht damit offen um den Hals herumzulaufen. Ich habe übrigens die Canon EOS 500D.
  • Kopfhörer, Powerbank, Ladekabel
  • Handy
  • Steckdosenadapter (einer hat mir vollkommen gereicht)
  • Ersatzbatterien
  • Ladegrät und Ersatzakku der Kamera
  • Der File Hub
    • Dieses Gerät ist unheimlich praktisch. Man kann daran SD Karten, USB Sticks und vieles mehr anschließen und ein von dem Gerät eigenes WLAN kreieren, mit dem man sich über das Handy oder Tablet verbinden kann. Mithilfe einer App kann man dann die Daten von den Speichermedien aufs Handy ziehen oder andersherum. So konnte ich die Bilder am gleichen Tag schon weiter verwenden bzw. doppelt speichern. Wirklich sehr praktisch.
  • Stirnlampe (vor allem beim Campen in El Salvador sehr hilfreich!)
  • USB Stick und SD Karten, um einige Daten doppelt gesichert und gespeichert dabei zu haben
Kleidung
  • Reisehandtücher, ein kleines, ein großes
    • Aus Multifaser, kann man super klein zusammenlegen (noch kleiner als auf dem Bild, ich hatte nur grade die Hüllen nicht da). Außerdem trocknen sie schnell und sind sehr leicht.
  • Regenjacke
  • Wasserfeste Schuhe (in denen man gut wandern/ laufen kann)
  • Sandalen
    • Diese Sandalen habe ich mir extra für die Reise gekauft, zum Wandern oder um sie im Wasser anzuziehen. Im Endeffekt habe ich zum Wandern immer die festen Schuhe gebraucht und für Wasseraktivitäten waren die Wasserschuhe, die ich mir in La Fortuna gekauft habe, viel praktischer. Also leider nicht ganz so nützlich.
  • Packelemente/ Packing Cubes
    • Das Praktische daran ist, dass der Rucksack damit viel strukturierter ist, die Klamotten nicht ungeordnet rumfliegen und sogar Platz gespart wird, wenn ihr euch ein Kompressions-Packelement kauft. Ich habe meine auf Amazon bestellt und bin froh, sie dabei gehabt zu haben.
  • 2 Wander-/ Regenhosen
    • Die habe ich mir auch dafür gekauft und sie waren schon ganz praktisch, zum Beispiel im Regenwald, aber man kommt auch gut ohne klar.
  • 1 Fleecejacke, 1 Stickjacke
  • Hut oder Kappe und Sonnenbrille
  • 2 lange und 1 kurze Stoffhose
  • 1 Sportleggins
  • 2 Schlafanzüge
  • 7 T-Shirts bzw Tops
  • 1 Langarmshirt und 1 langärmeliges Hemd
  • 7 Paar Socken bzw Unterwäsche
  • 1 Badeanzug und 1 Bikini
  • 1 Lieblingsstück
    • Das war in meinem Fall ein Kleid. Insgesamt hätte ich mir jedoch mehr Kleidungsstücke mitnehmen sollen, die ich wirklich gerne anziehe und in denen ich mich schön fühle. Ich habe eher Sachen eingepackt, die praktisch sind oder alt und somit im Notfall nicht zu schade zum wegschmeißen. Die Reise war aber nicht so sehr unter meinem gewöhnten Lebensstandard, wie ich dachte und so habe ich oft schönere Klamotten vermisst.
  • Baumwolltuch
    • Relativ praktisch entweder als zusätzliche Decke in stark klimatisierten Bussen, als Strandtuch oder zum Überwerfen als Kleid.
Die Packelemente
Kosmetik/ Hygieneartikel
  • Dekorative Kosmetik (Mascara, Concealer, Eyeliner)
  • Haarklammern und Haargummis
  • Nagelschere bzw Multifunktionsding
    • Dieses wunderbare Ding habe ich geschenkt bekommen. Es ist wirklich sehr klein, enthält aber einen Nagelknipser, eine kleine (Nagel-) Schere, eine Nagelfeile und ein kleines Messer.
  • Zahnbürste aus Holz und Zahnputztabletten
    • Seit einer Weile benutze ich diese beiden Sachen, um möglichst viel Plastikmüll einzusparen und stattdessen recycelbare Produkte zu verwenden. Zahnputztabletten sind in Papier verpackt und man kaut zunächst kurz darauf herum, bevor man sich mit der angefeuchteten Zahnbürste ganz normal die Zähne putzen kann. Super praktisch und sie halten wirklich lange, ich benutze sie jetzt schon seit zwei Monaten und ich habe immer noch viel übrig, wie ihr auf dem Foto seht.
  • Rasierer mit Rasierschaum und Ersatzklinge
  • Feste Seife und festes Shampoo, Haarspülung
    • Auch um Plastik zu vermeiden und gleichzeitig Gewicht zu sparen! Ich habe meine Seifen in diesen Metalldosen von Lush aufbewahrt, aber ich hatte auch dieses Säckchen, in dem man die Seife aufbewahren, in die Dusche hängen oder trocknen lassen kann. Auf dem Bild seht ihr, dass mein festes Shampoo sich nun nach zwei Monaten so langsam verabschiedet. Es hat aber, finde ich, wirklich lange gehalten.
  • Pille und Binden, Tampons oder Menstruationstasse
  • Fön
  • Kulturbeutel
  • Deo
    • Am besten ein Creme-Deo, die halten ewig und kommen in einem umweltfreundlichen Glastigelchen, um Gewicht zu sparen, kann man sie natürlich auch in ein leichteres Gefäß umfüllen. Leider habe ich vergessen, mein Deo mit auf das Bild zu legen.
Nützliches
  • Handwaschmittel und Nagelbürste (aus Holz!)
  • Kleines Nähset für Notfälle
  • Paketschnur, Karabinerhaken, Topfgummi und Kofferklemme
  • Zahlenschloss (sehr wichtig, vor allem wenn man in Hostels schläft, um seine Wertsachen einzuschließen)
  • Desinfektionsmittel
  • Feuchtigkeitscreme
  • Anti Brumm für vor und beruhigende Creme für nach Mückenstichen
  • Sonnencreme
  • Reiseapotheke
    • Diese Reiseapotheke hat mir meine Mama zusammengestellt und ich habe sie zum Glück nie gebraucht. Sicherlich hatte ich auch ein wenig zu viel dabei, aber meiner Meinung nach sollte jeder eine gewisse Grundausstattung für Notfälle dabei haben.
  • Wäscheleine
    • Sehr wichtig wenn man ab und zu selbst waschen möchte oder einfach nur nasse Badesachen aufhängen muss. Wenn man zusammen reist, reicht es aber denke ich, sich eine zu teilen. Alina hatte eine für uns beide dabei, dementsprechend ist sie nicht in meinem Rucksack gewesen.
Freizeit und andere nützliche Dinge
  • Wasserdichter Beutel/ Seesack
    • Um nasse Badesachen reinzutun oder Wertsachen vor dem Nasswerden zu schützen
  • Wasserdichte Handyhülle (habe ich nie genutzt)
  • Ein Nackenkissen
    • Mein Lebens- und Schlafretter auf langen Busfahrten! Ich habe eins, das man sowohl als Nackenkissen, als auch als normales Kissen benutzen kann, was sehr praktisch ist.
  • Moskitonetz
    • Mir wurde vor meiner Reise erzählt, es gebe in jedem Hostel solche Netze und sie wären unbedingt notwendig. Ich sollte trotzdem mein eigenes kaufen und mitnehmen, da die Netze im Hostel schon alt und löchrig wären. In keinem einzigen Hostel habe ich solche Netze gesehen noch wären sie nötig gewesen. Ein einziges Mal habe ich meins ausgepackt, weil ich mich beim Campen in El Salvador angestellt habe und nicht wollte, dass mich im Schlaf Käfer oder Krabbelviecher berühren, aber kein einziges Mal wegen Mücken. So war das leider lediglich Platzverschwendung, da das Netz schon recht groß war.
  • Schlafmaske und Ohropax (vor allem in Schlafsälen sehr hilfreich)
  • Stofftaschentuch, vielseitig einsetzbar
  • Kleiner, ganz leichter Schlafsack
    • Ist ganz nützlich, wenn man in Betten schlafen soll, die nicht sehr frisch oder schmuddelig aussehen oder als zusätzlicher Wärmefaktor, aber definitiv kein muss.
  • Kartenspiele (habe ich nie genutzt, muss ich sagen)
  • Gutes Buch
  • Reisetagebuch
    • Meins habe ich von odernichtoderdoch und hat mir sehr gefallen, weil es viel Platz gab, um sich kreativ auszuleben und man dank der Fragestellungen auch mal außergewöhnlichere Sachen festhalten konnte.
  • Alu-Trinkflasche zum wieder Auffüllen (der wohl einfachste Weg, Plastikmüll einzusparen)
  • Tupperdose
    • Falls man mal selbst kocht und etwas auf Ausflüge mitnehmen möchte. Leider habe ich vergessen, meine mit zu fotografieren.

Was hat mir gefehlt?

  • Flip Flops (nehmen nicht viel Platz weg und sind für Gemeinschaftsduschen oder den Strand sehr praktisch)
  • Schönere Klamotten (z.B. Auch einfach eine Jeans)
  • Besteck
Was habe ich noch dazu gekauft?
  • Wasserschuhe
    • Diese habe ich mir in La Fortuna zum Rafting kaufen müssen, da man auf der Tour feste Schuhe anhaben musste und ich meine Wanderschuhe nicht anziehen wollte, da diese sehr lange trocknen würden. Aber ich habe sie tatsächlich auch noch öfter gebraucht und sie waren recht nützlich
  • Sommerkleid

Umweltschutz

Wenn man schon reist, was ja schon an sich nicht so gut für die Umwelt ist, ist es mir sehr wichtig, darauf zu achten, meinen Müll zu reduzieren oder z.B. Flüge über relativ kurze Strecken zu vermeiden. Auch ich bin nicht perfekt und verbrauche auf Reisen leider immer noch viel Müll, aber zumindest versuche ich, diesen zu reduzieren. Ich hoffe, ich konnte den ein oder anderen ein wenig inspirieren, vielleicht auch auf Reisen über den eigenen Konsum nachzudenken und zu umweltschonenderen Alternativen zu greifen.

So, das wars mit diesem unheimlich langen Blogpost. Ich hoffe, es hat euch gefallen und vielleicht dem ein oder anderen beim Packen für das nächste Abenteuer geholfen!

Theresa

2 Kommentare zu „Backpacking in Zentralamerika- Packliste

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